03.07.2017 - ZRV

Auf die Bedürfnisse der Senioren ausgerichtet

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Thomas Mathys
Thomas Mathys (1944) ist dipl. El.-Ing. Er war während 25 Jahren im IT-Bereich tätig. 1990–95 war er Gemeinderat in Erlenbach und 11 Jahre als Diplomat im Ausland im Einsatz.

Thomas Mathys, Sie haben das Präsidium von Senioren für Senioren SfS Küsnacht – Erlenbach – Zumikon übernommen, einer Organisation, die sich als Dienstleister von Senioren für Senioren versteht. Was hat Sie dazu motiviert?
Thomas Mathys: In der Stadt Zürich in einer Familie aufgewachsen, in der Freiwilligenarbeit einen hohen Stellenwert hatte, führe ich diese Tradition gerne fort. Ich war auch immer bereit, Führungsverantwortung zu übernehmen, und habe mich deshalb nach 5 Jahren im Vorstand als Präsident zur Verfügung gestellt. Ich bin überzeugt, dass die auf privater Initiative beruhende und ohne staatliche Unterstützung geleistete Freiwilligenarbeit eine wichtige Säule unserer Gesellschaft ist.

Wo setzen Sie künftig den Schwerpunkt der Tätigkeit Ihrer Organisation?
Thomas Mathys: Wir werden weiterhin das Angebot den Bedürfnissen der Senioren anpassen und dabei auch neue Formen zur Unterstützung der Mitglieder einführen. Letztes Jahr haben wir mit grossem Erfolg einen monatlichen IT-Stammtisch lanciert und mit der Organisation von Jass-Nachmittagen begonnen.

Wie gestaltet sich das Verhältnis zu den Gemeinden? Wird die Organisation finanziell unterstützt?
Thomas Mathys: Die Zusammenarbeit mit den drei Gemeinden ist eng. Der Vorstand bemüht sich aktiv um gute Beziehungen zu privaten und öffentlichen Stellen und unterstützt sie bei Bedarf. Diese Beteiligung wird gerne angenommen und sehr geschätzt. Vorstandsmitglieder sind auch in Organisationen und Kommissionen vertreten, die sich mit Altersfragen beschäftigen. Auf finanzielle Unterstützung durch die Gemeinden sind wir nicht angewiesen: Viele Mitglieder runden den Jahresbeitrag von 20 Franken grosszügig auf, und zusätzlich erhalten wir immer wieder Legate und Todesfallspenden. Unsere Finanzen erlauben uns manchmal sogar, im sozialen Bereich zweckgebundene Beiträge beizusteuern.

Ihre Organisation ist in den Gemeinden breit abgestützt. Was ist das Erfolgsrezept von SfS?
Thomas Mathys: Unsere Arbeit wird von der Bevölkerung positiv wahrgenommen, mitgetragen und deshalb wohl aktiv und passiv unterstützt.

Die meisten Altersorganisationen haben mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen. Sie können auf aktiv Mitwirkende zählen. Was machen Sie besser als andere?
Thomas Mathys: Für unsern in den letzten Jahren ungefähr gleich bleibenden Mitgliederbestand und die grosse Anzahl von Helfern sind wohl folgende Faktoren massgebend: die breite Angebotspalette, das Engagement der Vermittlungsstelle, den richtigen Helfer zu finden, und die zuverlässige Arbeit dieser Mitglieder.

Senioren für Senioren
Küsnacht – Erlenbach – Zumikon (gegründet 1994) ist eine Selbsthilfeorganisation für über 60 Jahre alte Personen mit dem Ziel, Mitglieder, die auf Hilfe angewiesen sind, zu unterstützen. Die
Aufgabenbereiche sind: Betreuung und Fahrdienst, Haushaltarbeiten, Rechtsberatung, Steuern, Kontakt mit Behörden und IT-Hilfe. Die Organisation zählt 2053 Mitglieder, 108 Helferinnen und Helfer, die 2016 6‘603 Einsatzstunden leisteten und 41‘866 Fahrkilometer absolvierten.

 

 Von links nach rechts: Thomas Mathys

mit Altpräsident Jürg Angst

 

Gastautor: 
ZRV

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