22.09.2016 - Publireportage

Ein Businessplan für das Alter

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Nur wer Transparenz über seine Finanzen hat, kann unbelastet in den wohlverdienten Ruhestand treten. Daher lohnt sich die Erstellung einer Finanzplanung und eines Ausgabenbudgets vor dem dritten Lebensabschnitt.

 

Generell lässt sich sagen, dass während der Erwerbsphase die Einnahmen über den Ausgaben liegen und daher Vermögen aufgebaut wird. Im Ruhestand hingegen findet ein Vermögensverzehr statt. Zwar lassen sich aus dieser allgemeinen Aussage noch keine Schlüsse für die eigene finanzielle Situation ziehen, dennoch lohnt es sich, die eigene Einnahmen- und Ausgabensituation zu analysieren und diese in die Zukunft zu projizieren. So verschaffen sich angehende Rentner einen Überblick über die finanzielle Sachlage im Ruhestand und stellen rechtzeitig mögliche Weichen für die Zukunft. Hilfreich ist es, eine Art Businessplan zu erstellen, wie es ein Unternehmer für seine Firma tut, um diese erfolgreich in die Zukunft zu steuern.

Ein Ausgabenbudget gibt erste Antworten
Einen ersten, raschen Überblick über die tatsächlich anfallenden Ausgaben liefert die jährliche Steuererklärung: Hat das Vermögen zugenommen, lässt sich daraus ableiten, dass die Einnahmen höher ausgefallen sind als die Ausgaben. Diese vereinfachte Betrachtungsweise liefert zwar erste Hinweise über die jährlichen Gesamtausgaben, doch erst ein detailliertes Ausgabenbudget gibt Auskunft darüber, wohin das Geld fliesst. Es lohnt sich, genau Buch zu führen, welche Ausgaben angefallen sind, und dabei anzumerken, ob es sich um einmalige oder wiederkehrende Kosten handelt. Bei den jährlich wiederkehrenden Kosten sollte eine Unterteilung in fix anfallende Ausgaben wie Wohnen, Steuern, Grundbedarf und in variable Ausgaben wie täglicher Luxus nicht fehlen. Hinzu kommen Reserven für Unvorhergesehenes und bei der Liegenschaft Rückstellungen für zukünftige Renovationsund Unterhaltskosten. Erst wenn man sich über die Ausgaben im Klaren ist, lassen sich Rückschlüsse auf die Vermögensentwicklung bis zum Beginn des dritten Lebensabschnitts ziehen.

Welche Altersleistungen sind zu erwarten?
Es ist genauso wichtig, nebst dem Überblick über die eigenen Ausgaben, Transparenz über die zu erwartenden Einnahmen im Ruhestand zu schaffen. Insbesondere gilt es zu prüfen, ob von der maximalen AHV-Rente ausgegangen werden kann. Entscheidend ist zudem, wie zuverlässig die im Pensionskassenausweis aufgeführte Rente ist. Wenn die Pensionskasse von einem Projektionszins von beispielsweise 2 % oder mehr ausgeht und bei einer ordentlichen Pensionierung mit einem Rentenumwandlungssatz von 6 % oder mehr rechnet, dann ist anzunehmen, dass die Rente — je weiter entfernt das Pensionsalter liegt — im Zeitpunkt der Pensionierung wesentlich tiefer ausfallen wird, als der Pensionskassenausweis erhoffen lässt. Deshalb ist man gut beraten, möglichst früh eine vorsichtige Rentenvorausberechnung anzustellen.

Kann der Lebensstandard gehalten werden?
Besteht Klarheit über die zu erwartenden Renteneinnahmen im Ruhestand, lässt sich daraus ableiten, wie hoch der jährlich notwendige Vermögensverzehr im Ruhestand ausfallen wird, um den gewohnten Lebensstandard langfristig zu finanzieren. Stellt sich bei der Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben heraus, dass der jährliche Vermögensverzehr beispielsweise 30'000 Franken betragen würde und per Alter 65 nur ein Vermögen von 300'000 Franken vorhanden ist, so bedeutet dies, dass die freien Vermögenswerte bereits zehn Jahre nach der Pensionierung aufgebraucht sind. Ab diesem Zeitpunkt könnte also nur noch über die Renteneinnahmen aus der AHV und der Pensionskasse verfügt werden. Dann müssten die Ausgaben zwingend den Einnahmen angeglichen werden.

Ein Finanzplan schafft Transparenz
Eine umfassende Finanzplanung verschafft Transparenz über die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben. Sie beinhaltet aber weit mehr als nur eine detaillierte Gegenüberstellung der Zahlen. Die Planung hilft, die notwendigen Schritte im Hinblick auf die Pensionierung rechtzeitig in die Wege zu leiten, und zeigt neben Entscheidungshilfen auch oftmals Optimierungsmöglichkeiten auf. Je früher mit einer Finanzplanung begonnen wird, umso mehr Handlungsspielraum bleibt in Bezug auf die Planung des nächsten Lebensabschnitts. Der zeitliche Faktor wird dabei oftmals unterschätzt. Wenn mit der Planung der privaten Finanzen oder der Unternehmensnachfolge erst zwei Jahre vor der Erwerbsaufgabe begonnen wird, sind in der Regel nur noch wenige Veränderungen möglich.

Strategische Vermögensplanung

Gastauthor: 
Publireportage

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