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31.12.2013 - Stadtspital Triemli

Husten mit Auswurf

Frage:
Ca. vier Jahre lang litt ich (58) unter einem Husten mit Auswurf - vor allem, wenn ich auf dem Rücken lag. Der dritte Arzt, den ich in dieser Angelegenheit vor 1.5 Jahren aufsuchte, vermutete einen Reflux-Husten und liess eine Magenspiegelung vornehmen. Seither nehme ich morgens wie verschrieben seit 1.5 Jahren täglich 1 Tablette Pantopraxole axapharm 40 mg. Der Husten hat sich gebessert, ab und zu huste ich noch und habe gelbgrünen Auswurf. Nach einem Jahr versuchte ich es 3 Wochen ohne diese Tabletten, mein Husten wurde wieder häufiger. Seither nehme ich diese Tabletten wieder täglich. Meine Fragen: Soll ich weiterhin diese Tabletten einnehmen oder ist es gesünder, einfach ein wenig zu husten mit Auswurf? Falls weiterhin Tabletteneinnahme, wie lange soll ich diese maximal nehmen?

Antwort von Dr. med. Volker Stenz:
Grundsätzlich kann ein chronischer Husten (typischerweise ohne Auswurf) Folge eines Rückflusses von Magensäure in die Speiseröhre sein. Im Normalfall kann man bei solchen Patienten deutliche entzündliche Veränderungen in der Speiseröhre im Rahmen einer Endoskopie feststellen. Als Therapie werden üblicherweise Protonenpumpenblocker in doppelter Standarddosis für zumindest 2 Monate empfohlen.
Insofern wäre es zunächst bedeutsam, das Ergebnis der Magenspiegelung zu kennen. Im Falle eines unauffälligen Befundes wäre ein Zusammenhang zwischen Husten und Säure eher unwahrscheinlich, obschon sich offenbar eine Verschlechterung der Symptome in einer Therapiepause gezeigt hat. Ich würde in diesem Fall die Beendigung der Therapie empfehlen, falls nicht neben dem Husten Symptome wie Sodbrennen oder saures Aufstossen betstehen.
Bei Nachweis einer Speiseröhrenentzündung im Rahmen der Endoskopie ist die Entscheidung schwieriger. Bei begleitenden säurebedingten Symptomen erscheint eine Dauerbehandlung mit einem Säureblocker in der niedrigsten effektiven Dosis sinnvoll. Sollten allerdings solche Symptome nicht bestehen, hätte ich bei leichtgradigen entzündlichen Veränderungen eine Therapiedauer von 3 Monaten mit anschliessender Therapiepause vorgeschlagen. Bei ausgeprägter Speiseröhrenentzündung wäre sehr wahrscheinlich auch eine Dauerbehandlung mit einem Säureblocker sinnvoll.

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