31.12.2013 - Stadtspital Triemli

Krämpfe

 

Frage:
Ich plage mich seit Jahren damit herum, dass ich nachts Beinkrämpfe habe. Der schlimmste war ein Gesäss-Krampf, da hatte ich danach noch fast einen Kreislauf-Zusammenbruch. Bisher hatte ich versucht, mit Magnesium-Diasporal 300 dem zu begegnen, mit immer etwas weniger Erfolg. Mein Hausarzt empfahl mir LIMPTAR N (200mg Chinin-Sulfat) zu nehmem. Auch das hilft nur teilweise. Ich kann etwas wie einen Test durchführen: Wenn ich mich mit der rechten Hand zwischen den Schulterblättern kratze (und damit den Bizeps entsprechend stark belaste) - und wenn dieser dann gleich krampft, dann habe ich zu wenig Magnesium. So nehme ich nun 2 mal Mg-Diasporal 300, morgens und ca. 1 Std. vor dem Schlafen, dazu eine Tablette LIMPTAR N - und doch habe ich wieder Krämpfe. Letzthin erst im rechten Oberschenkel, dann im linken, danach noch in der rechten Wade. Da war es genug, ich stand auf und nahm halt wieder ein Mg-Diasporal 300. Was soll ich nur tun? Ein Check ist in drei Monaten angesagt. Ich trinke seit langer Zeit keinen Wein mehr, auch nicht ein Glas vor dem Einschlafen. Ich bin 67, hatte 1970 einen sehr schweren Unfall mit offenem linken Oberschenkel- und Unterschenkelbruch, danach schwerstem Infekt. Stark arthrotisches li. OSG, li Knie ebenfalls leicht arthrotisch, nur 90° biegbar. Deutliche Krampfadern im rechten Unterschenkel. Falls Sie fragen dazu haben, gebe ich gerne weitere Auskünfte. Neurologin: angeblich familiäres Krampi.Syndrom

Antwort von Prof. Dr. med. Robert Theiler:
Ich empfehle eine rheumatologische Abklärung mit MRI der Lendenwirbelsäule. Die Neurologin müssen Sie nochmals fragen wegen einer Probebehandlung wegen Restless Leg Syndrom. Hier gibt es spezifische Medikamente. Allenfalls müssen die Gefässe auch noch einmal abgeklärt werden.

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