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10.04.2017 - Stadtspital Triemli

Therapie oder Hilfe bei Lärmempfindlichkeit?

 

Frage:

Gibt es für mich eine Therapie oder eine Hilfe? Ich leide sehr stark unter Lärm, gewisse Geräusche kann ich nicht ausblenden, sie blockieren bei mir alles. Insbesondere menschengemachter, unkontrollierbarer Lärm, Musik aus Nachbars Garten, Kindergeschrei, lautes Schwatzen nachts beim Parkieren (wir wohnen im Parterre direkt an der Strasse) hat den Effekt, dass ich mich überhaupt nicht auf etwas konzentrieren kann wie Lesen oder mit meinem Partner sprechen. Die unerwünschten Geräusche übertönen alles, ich kann sie nicht ausblenden und bin wie erstarrt. Ich kann offene Fenster nur im Winter tolerieren, kann nicht im Garten sitzen, trage auch tagsüber Ohrstöpsel. Haben Sie einen Rat für mich?

Antwort von Dr. med. Stefan Wolff:

Sie schildern die Symptome einer Lärmempfindlichkeit. Die ursächliche Einordnung ist nicht immer ganz einfach. Zuerst sollte man wissen, ob noch weitere Symptome vorliegen, z. B. Kopfschmerzen, Lähmungen der Gesichtsmuskulatur oder andere Veränderungen der Umweltwahrnehmung. Je nach Einschätzung ihres Hausarztes könnten weitere neurologische oder HNO-ärztliche Abklärungen nötig sein. Immer sollte man auch an neuropsychologische Ursachen wie z. B. Stress denken. Als Sofortmassnahme könnten sie versuchen, die störenden Geräusche durch angenehme Klänge zu übertönen, z. B. durch Musik.

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