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31.12.2013 - Stadtspital Triemli

"Verkalkung" des Nierengewebes

 

Frage:
Ich habe Kalkablagerungen in einer Niere. Der Urologe meinte, dass es keine Nierensteine sind und daher nicht gefährlich sei. Können dadurch auch Nierenkoliken entstehen? Was kann ich tun, damit der Kalk abgebaut wird? Ich trinke viel Wasser. Wegen Osteopenie muss ich täglich 1000 mg Calzium einnehmen. Hat diese Kalkzufuhr vielleicht mit dem Kalk in den Nieren zu tun?

Antwort von Prof. Dr. med. Patrice M. Ambühl:
Wenn es sich nicht um Nierensteine handelt ist es somit wohl am ehesten eine "Verkalkung" des Nierengewebes. Dabei kann sich Kalk an den Gefässen oder im engeren Sinne im Nierengewebe ablagern. Ersteres kommt nicht selten vor bei älteren Menschen, insbesondere bei Vorliegen eines Bluthochdrucks. Letzteres kann vielfältige Gründe haben und würde eine gezielte Abklärung erfordern. Solange die Nierenfunktion nicht eingeschränkt ist und die Urinuntersuchungen keine Abnormitäten zeigen hat dieser Befund aber kaum gesundheitliche Konsequenzen. Eine erhöhte Calciumzufuhr, z.B. in Form von Brausetabletten, ist in der Regel unproblematisch, solange sich die Calcium-Werte im Blut und im Urin nicht über eine gewisse Grenze erhöhen.

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