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31.12.2013 - Stadtspital Triemli

Was ist ein Akustikusneurinom?

 

Frage:
Wie ist der Verlauf nach einer Akustikusneurinom Operation? Ein langer Weg? Mein Bruder wird nächste Woche (in Berlin in der Charité / Benjamin Franklin Spital) operiert, er ist 64 Jahre alt, verheiratet. Ich mache mir natürlich Sorgen, dass nicht alles wieder wird, wie es war. Über eine kleine Information, auch wie ich mich aus der Ferne verhalten kann, wäre ich sehr froh. Herzlichen Dank

Antwort von Dr. med. M.H.A. Daniel Grob:
Eine Operation eines Akustikusneurinoms ist ein hochspezialisierter, mikrochirurgischer Eingriff. Allgemeine Informationen dazu finden sich z.B. unter www.akustikusneurinom.info. Der die Operation durchführende Chirurge ist sicherlich die geeignete Auskunftsquelle für die Frage, was postoperativ im Einzelfall zu erwarten ist. Dies ist von vielen Faktoren abhängig, auch z.B. vom Allgemeinzustand des Patienten, vom lokalen Befund etc. Man darf wohl davon ausgehen, dass ihr Bruder über die möglichen Chancen und Risiken informiert wurde. Wie kann man sich als besorgte Tochter verhalten, wenn der eigene Bruder sich einer Operation unterziehen muss ? Es ist dies eine sehr berechtigte Frage, die man am besten bereits vor der Operation klärt. Es liegt am Bruder zu entscheiden, wen er gegenüber den behandelnden ÄrztInnen als Bezugspersonen einsetzt und wieviel Kontakte und Besuche er wünscht. Es gibt Menschen, die am liebsten in Ruhe gelassen werden wollen, andere sind sehr froh um familiären Beistand. Wichtig scheint mir, dass eine Person in der Familie vom Betroffenen gegenüber dem Behandlungsteam als Bezugsperson definiert und deklariert wird. Primär wird das Behandlungsteam immer direkt mit dem Patienten sprechen. In Situationen, wo dies nicht möglich ist, ist es froh um eine bestimmte Bezugsperson - ein Behandlungsteam kann nicht mit X Personen in der Familie kommunizieren - es ist dankbar um eine valide Ansprechperson, welche dann auch rund um die Uhr erreichbar sein sollte. In diesem Fall dürfte es wohl die Ehefrau sein. Wie dann die Kommunikation innerhalb der Familie läuft, kann im Voraus mit ihrem Bruder abgesprochen werden (wer soll informiert werden). Ein gutes Vorbesprechen dieser Kommunikation mit ihrem betroffenen Bruder kann vieles in der postoperativen Phase erleichtern (auch ihren Bruder entlasten) und mögliche Missverständnisse zwischen Behandlungsteam und Familie ausräumen. Fazit: Reden Sie mit ihrem Bruder. Fragen Sie, wen er als Bezugsperson für das Behandlungsteam eingesetzt hat (wohl die Ehefrau), ob Sie sich bei ihr nach dem aktuellen Verlauf erkundigen dürfen und/oder ob er wünscht, Sie kontaktieren ihn im Verlaufe direkt. Ich wünsche ihrem Bruder alles Gute!

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