31.12.2013 - Stadtspital Triemli

Zusammenhang zwischen Wirbelsäulenarthrose und Herzrhythmusstörungen?

 

Frage:
Mein Grundproblem ist eine Skoliose, Wirbelsäulenarthrose (ganze Wirbelsäule), Bandscheibenprobleme (wahrscheinlich kleinere Vorfälle an HWS und LWS), Schleudertrauma vor ca. 10 Jahren. Seit längerer Zeit macht mir zunehmend die Verspannung der Halswirbelsäule zu schaffen, Bewegungseinschränkung (Kopfdrehen) allerdings schon seit mind. 30 Jahren, jetzt ist die Verspannung ständig da, manchmal schmerzt sogar das Gähnen, eiseitige Kopfschmerzen, welche ich mit nassheissen Wickeln, manchmal mit progressivem Muskeltraining und zwei Aspirin nach 1-2 Std. wieder bessern. Eine Physiotherapie lindert für 1-2 Tage, danach ist alles wieder beim alten. Herzrhythmusstörungen habe ich seit meiner Jugend. Jetzt habe ich festgestellt, dass diese auch auftreten, wenn ich u.a. den Kopf drehe, oder die Wirbelsäule (HWS). Es ist auch schon passiert, dass diese Herzstörung blitzartig auftrat, als ich die verspannten Halsmuskeln massierte. Besteht da ein Zusammenhang? Kürzlich hatte ich erst eine kleinere Blockade im LWS-Bereich, beim Aussteigen aus dem Bus, und fast gleichzeitig eine Rhythmusstörung, mir wurde schwarz vor Augen und wäre fast gestürzt. Nach 5 Min. war der Spuk vorbei. Ich habe für diese Notfälle einen Betablocker. Aber, macht es Sinn einen Betablocker zu nehmen, wenn diese Herzrhythmusstörungen, wenigstens nach meinen Empfindungen, eher ein Wirbelsäulen-/Muskelproblem ist? Wegen der Muskelverspannungen habe ich auch manchmal Unsicherheiten beim Gehen (Oberschenkelschwäche). Da dies aber nicht ständig ist, und ich durchaus wieder "ganz normal" gehen kann, hat das wohl auch nichts mit schwachen Muskeln zu tun, wie mir das von div. Seiten her gesagt wird. Ich glaube zu spüren, dass das jedesmal der Fall ist, wenn ich an der Wirbelsäule wieder akute Blockierungen und Verspannungen habe. Was kann man denn ausser Physiotherapie noch tun. Gymnastische Uebungen aus Büchern oder Kurse der Rhemaliga bringen nichts. Sogar meistens das Gegenteil. Da ich auch Osteoporose habe und meine, dass ich (unabhängig des obigen Problems) ein Muskeltraining machen sollte, weiss ich aber nicht, wie sich ein Muskelaufbautraining mit ständigen Muskelverspannungen verträgt. Macht es dann überhaupt Sinn? Muskelentspannende Medis nützen nichts.

Antwort von Dr. med. Stefan Christen:
Herzrhythmusstörungen können in ganz unterschiedlichen Formen auftreten, aber auch ganz unterschiedliche Auslöser haben. Bevor eine Therapie mit Medikamenten begonnen werden kann, muss in jedem Fall das Harz genauer abgeklärt werden, um die Art der Herzrhythmustörungen genau zu erfassen, und auch um die Genese der Rhythmusstörungen zu suchen. Schmerzen können sehr wohl Rhythmusstörungen auslösen. Dies müsste aber auch mit einer Langzeit-EKG-Untersuchung dokumentiert werden.

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