18.05.2017 - Redaktion Seniorweb

Über Suizidgedanken sprechen

Die Kampagne «Reden kann retten» zeigt neu mit Filmclips, warum es so wichtig ist, mit anderen Menschen über Suizidgedanken zu sprechen.

Drei Menschen, die einen Suizidversuch überlebt haben, berichten von ihren Erfahrungen und machen Mut und Hoffnung. «Reden kann retten» ist eine gemeinsame Kampagne von SBB und Kanton Zürich. Sie wird unterstützt von der Dargebotenen Hand und weiteren Partnern. Das Thema Suizid ist stark tabuisiert. Menschen in Lebenskrisen fällt es darum häufig schwer, sich rechtzeitig Hilfe zu holen und darüber zu sprechen, was in ihnen vorgeht. Auch Familienangehörige, Freunde und Kolleginnen und Kollegen sind oft unsicher, ob und wie sie das Thema Suizidgedanken ansprechen sollen. Frühzeitig über Lebenskrisen und Suizidgedanken zu sprechen, kann Leben retten.

Gespräche entlasten und ermöglichen, Hilfe zu holen. Dies zeigen die drei neuen persönlichen Filmclips der Kampagne «Reden kann retten» eindrücklich: Momo Christen, Daniel Göring und Philipp Zürcher haben einen Suizidversuch überlebt. Sie erzählen ihre Geschichte, um anderen Menschen Mut und Hoffnung zu machen. Regisseur Luki Frieden hat in seinem privaten Umfeld nahe miterlebt, was suizidale Krisen bedeuten. Seinem persönlichen Engagement und der Offenheit der drei porträtierten Personen ist es zu verdanken, dass drei sehr berührende Clips realisiert werden konnten.

Die nationale Präventionskampagne «Reden kann retten» wurde im September 2016 von der SBB und Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich (im Auftrag der Gesundheitsdirektion) initiiert. Sie wird von der Dargebotenen Hand – Tel 143, der Föderation Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP, dem Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband SEV und der BLS unterstützt. Täglich führt Tel 143 schweizweit über 400 Gespräche, darunter auch mehrere, bei denen Suizidgedanken eine Rolle spielen. Dabei geben Hilfesuchende zum Teil an, dass sie aufgrund der Kampagne «Reden kann retten» anrufen. Ziel der Kampagne ist es denn auch, das Thema Suizid zu enttabuisieren.

Im Zentrum von «Reden kann retten» steht die Website www.reden-kann-retten.ch mit Hintergrundinformationen, Gesprächstipps und Adressen für Menschen in der Krise und Menschen in ihrem Umfeld.

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