04.12.2017 - Publireportage

Auch im Winter «sicher stehen – sicher gehen»

Jährlich stürzen in der Schweiz rund 86 000 Menschen im Alter von 65 und mehr Jahren. Stürze im Alter müssen aber nicht sein. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, Pro Senectute Schweiz, Gesundheitsförderung Schweiz, physioswiss und Rheumaliga motivieren mit der Kampagne «sicher stehen – sicher gehen», Kraft und Gleichgewicht zu trainieren.

Nach einem Sturz ist beinahe nichts mehr wie zuvor. 12 000 Personen über 60 erleiden jährlich eine Hüftfraktur, gegen 1500 sterben an den Folgen eines Sturzes. Aber auch weniger schwere Verletzungen haben es in sich und hinterlassen Spuren. Die Strassen sind wieder schneebedeckt und nach dem Bruch einer Hand oder durch eine Hirnerschütterung verlieren ältere Personen häufig ihre Selbstständigkeit. Sie müssen in ein Altersheim umziehen oder werden bettlägerig. Ein Sturz generiert zudem hohe Kosten: Gemäss bfu verursachen die Stürze bei Senioren rund 1,6 Milliarden Franken Kosten für Heilung und Pflege, die volkswirtschaftlichen Kosten sind noch um ein Vielfaches höher.

Trainieren lohnt sich
Tatsache ist, mit zunehmendem Alter nehmen Muskelkraft und Gleichgewichtsfähigkeit ab. Durch regelmässiges Training können jedoch Kraft und Gleichgewicht verbessert werden. Die zunehmende Gefahr, im Alter zu stürzen, kann so deutlich gesenkt werden. Auch wenn man sich bis heute nicht sportlich betätigt hat: Sobald man trainiert, wird man die positiven Effekte spüren, denn die Trainierbarkeit bleibt bis ins hohe Alter erhalten.

Die Kampagne empfiehlt drei Trainingseinheiten pro Woche während 30 Minuten. Auf www.sichergehen.ch findet man Übungen zu drei Trainingslevels. Das geht vom Trainingslevel «light», also Übungen, die man auch mit einer Bewegungseinschränkung und leichten Behinderung machen kann, bis zum Traingslevel «plus» mit Übungen, die ein gutes Kraftniveau und ein stabiles Gleichgewicht voraussetzen. Mit dem passenden Level für jedes Fitnessniveau kann das Training zuhause starten. In der Gruppe hingegen macht Bewegung gleich doppelt Spass. Auf www.sichergehen.ch/kurse verlinkt die Kampagne auf rund 1500 Bewegungskurse. Von Tai-Chi über Tanzen bis Dalcroze Rhythmik findet man bestimmt einen passenden Kurs in der Nähe.

«Gerade im Winter ist man froh, wenn man sich dank Kraft und Gleichgewicht rechtzeitig auffangen kann.» 

Barbara Pfenninger ist seit 8 Jahren als Spezialistin für Sturzprävention bei der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung tätig und bewegt sich gerne draussen.

 

Frau Pfenninger, es liegt wieder Schnee auf der Strasse und es ist glatt. Was kann ich tun, damit ich nicht stürze?

Gegen Ausrutschen auf Schnee und Eis gibt es eigentlich nur die Möglichkeit von Schuhkrallen oder Gleitschutzunterlagen für die Schuhe. Eine Gehhilfe mit «Spikes», bspw. ein Stock, der unten spitze Zacken hat, kann zusätzliche Sicherheit geben.

Grundsätzlich hilft es natürlich auch im Winter, wenn man gut trainiert ist – dann ist man allgemein sicherer unterwegs. Bei Glatteis sollte man aber wenn möglich zu Hause bleiben.

Warum führen im Alter so viele Stürze zum Tod?

Es sind eher die Folgen der Stürze, die zum Tod führen können. Wenn jemand schon vor dem Unfall geschwächt war, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Person nicht mehr erholen kann, leider recht gross. Auch ist die Gefahr von negativen Begleiterscheinungen einer Operation im Alter natürlich relativ hoch.

Seit wann und wieso engagieren Sie sich in der Sturzprävention?

Ich engagiere mich seit meiner Tätigkeit bei Pro Senectute vor 16 Jahren im Bereich Alter und Training und somit auch in der Sturzprävention. Bewegung ist für mich Lebenselixier und anderen Menschen die Freude an der Bewegung weiterzugeben, war schon immer meine Passion. Wenn man sich mit älteren Erwachsenen beschäftigt, rückt automatisch das Training zur Prävention von Stürzen auch ins Blickfeld. Vor 8 Jahren habe ich die Möglichkeit erhalten, die Projektleitung der Sturzpräventionskampagne bei der bfu zu übernehmen, was ich seither mit viel Engagement tue.

Was tun Sie persönlich, damit Sie im Alter mobil bleiben?

Ich treibe sehr gerne Sport. Mir macht alles Spass, was draussen gemacht werden kann: Biken, Wandern, Skating, Skitouren, Rennvelo, Golf usw. Damit ich das noch lange tun kann, gehe ich ergänzend 2–3 Mal die Woche ins Fitnesscenter.

 

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