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30.01.2017 - Redaktion Seniorweb

Bund sagt der Grippe den Kampf an

Der Bundesrat hat dieser Tage die nationale Strategie zur Impfung beschlossen. Damit soll der Impfschutz optimiert werden. 

Die diesjährige Grippewelle ist drauf und dran, Rekorde zu brechen. Wie das Grippe-Monitoring des BAG zeigt, haben die Grippeverdachtsfälle den saisonalen epidemischen Schwellenwert von 64 Fällen pro 100'000 Einwohner bereits in der 50. Woche des alten Jahres überschritten und nehmen seither rasant zu. Mittlerweile werden für alle Regionen der Schweiz zwischen 237.5 bis 538.7 Grippeverdachtsfälle pro 100'000 Einwohner gemeldet.

Doch es gibt auch gute Nachrichten:Die diesjährige Grippeimpfung ist bestens auf die aktuell grassierenden Viren-Stämme ausgerichtet und bietet somit optimalen Schutz. Da sich Grippeviren von Jahr zu Jahr verändern, kann es vorkommen, dass die Impfung nicht zu 100% «passt». Praktisch alle in dieser Saison nachgewiesenen Viren sind aber «alte Bekannte». Wer bisher von der Grippe verschont worden ist, kann die Impfung jetzt nachholen und hat schon zwei Wochen später einen wirksamen Schutz.

Der Bundesrat will den Impfschutz optimieren

Impfungen gehören zu den wirksamsten Massnahmen, um sich vor potenziell schweren  Krankheiten zu schützen. Dazu gehört auch die saisonale Grippe: Sie ist verantwortlich für jährlich tausende Spitaleinweisungen und hunderte Tote in der Schweiz. Leider wird dies auch in der aktuellen Grippesaison nicht anders sein, denn die Impfziele sind bei weitem nicht erreicht. Der Bundesrat hat darum die Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) beschlossen. Er will den Impfschutz für schwere Infektionskrankheiten optimieren, zum Beispiel durch finanzielle Anreize und einen leichteren Zugang zur Impfung.

Worum geht es bei der NSI?

Hier die wichtigsten Punkte in Bezug auf die Grippeimpfung:

  • Kein Impfzwang

Das Impfen bleibt weiterhin freiwillig. Der Grund für das Nichtimpfen liegt häufig nicht im Misstrauen, sondern im Mangel an Informationen und im erschwerten Zugang zum Impfangebot. Der Bundesrat setzt darum auf Information statt auf Zwang.

  •  Elektronischer Impfausweis

Die Einführung eines elektronischen Impfausweises soll gefördert werden, denn häufig gehen Impfungen schlichtweg vergessen. Über das elektronische System könnten automatisch persönliche Impf-Erinnerungen verschickt werden. Gerade bei der Grippeimpfung, die jedes Jahr aufgefrischt werden sollte, wäre das sehr praktisch.

  • Finanzieller Anreiz

Die von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung getragenen Impfungen sollen von der Franchise ausgenommen werden können. Die jährliche Grippeimpfung würde damit über die Krankenversicherungsprämien bezahlt.

  • Einfacher Zugang zur Impfung

Das Impfen soll einfacher werden. Häufig zu wiederholende Impfungen wie die Grippeimpfung sollen auch ohne ärztliche Verordnung in der Apotheke möglich sein.

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