01.11.2017 - Publireportage

Kraft und Gleichgewicht trotz Bewegungseinschränkungen

Die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» motiviert ältere Menschen, Kraft und Gleichgewicht zu trainieren. Denn jährlich stürzen in der Schweiz über 86'000 Menschen im Alter von über 65 Jahren, mit teils gravierenden Folgen.

In Zusammenarbeit mit Procap Schweiz wurde neu ein Trainingsprogramm spezifisch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen entwickelt. Die Übungen eignen sich für Senioren mit Rollator oder Personen im Rollstuhl.

Wer Kraft und Gleichgewicht regelmässig trainiert, stürzt weniger häufig oder kann einen kleinen Stolperer auffangen. Ältere Menschen bleiben dank dem Training länger mobil und können ihre Selbständigkeit häufig bis ins hohe Alter bewahren. Die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» von der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, Pro Senectute Schweiz, Gesundheitsförderung Schweiz, Rheumaliga und physioswiss informiert seit 2016 über die positive Wirkung von Bewegung und Gleichgewichtstraining und weist auf Bewegungskurse in der Nähe hin.

Trainieren können alle
In Kooperation mit Procap Schweiz wurden neue Übungen entwickelt, die sich spezifisch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen eignen. Das Trainingsprogramm «light» bietet Kraft- und Gleichgewichtsübungen für Menschen mit Rollator und Gehstock oder Personen im Rollstuhl. Susanne Lizano, Projektleiterin «Procap bewegt» hält hierzu fest: «Auch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen ist es möglich, Kraft und Gleichgewicht zu trainieren. Im Vordergrund stehen dabei die Gesundheit und der Erhalt der Selbstständigkeit.» Barbara Pfenninger, Expertin Sturzprävention der bfu ergänzt: «Gerade nach einer Operation oder einer längeren Krankheit kann mit diesen Übungen das entstandene Kräftedefizit wieder aufgebaut werden». Die Übungen können im Sitzen sowie stehend mit oder ohne stabile Haltehilfe ausgeführt werden.

«Ich bin froh, dass ich immer auf meine Fitness achtete» 

Mit 86 Jahren ist Hans Ackermann täglich zu Fuss unterwegs – dies auch dank den Übungen von «sicher stehen – sicher gehen».

 

Herr Ackermann, wieso haben Sie mit Fitnessübungen begonnen?

Bereits vor meiner Pensionierung trainierte ich jeweils über den Mittag im Fitnesscenter. Später ging ich ins Turnen und blieb immer in Bewegung. So steht bei mir das Fitnessrad nicht im Keller und verstaubt, sondern im Schlafzimmer, wo ich es immer gerne benutze. Ansonsten bin ich viel zu Fuss unterwegs.

Wie helfen Ihnen die Übungen von «sicher stehen – sicher gehen» im Alltag?

Ich möchte gut stehen und gut gehen können. Wenn ich die Übungen mache, merke ich, dass ich dies besser kann. So brauche ich beim Gehen keinen Stock. Bei Wanderungen nehme ich jeweils Stöcke mit – aber das machen jüngere ja auch. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die Übungen nicht ganz jeden Tag mache. Aber ich mache sie eigentlich gerne.

Vor ein paar Jahren hatten Sie eine Operation am Knie. Wie fühlen Sie sich heute?

Sehr gut und wenn ich andere anschaue, bin ich froh, dass ich immer auf meine Fitness achtete. Und auch der Computer im Kopf funktioniert immer noch sehr gut. Bei mir am Stammtisch bin ich der älteste, aber sicher nicht der unfitteste. Ich will aber niemanden überzeugen, besser auf sich zu achten. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

Was macht für Sie heute Lebensqualität aus?

Ich möchte noch lange selbstständig in meiner Wohnung leben können und nicht einsam werden. Das ist mir das wichtigste. Kürzlich hatte ich eine Kontrolle meines Knies. Der Arzt meinte, es sei alles in Ordnung und ich solle in vier Jahren wiederkommen. Ich hoffe mal, dass das klappt ... (lacht).

 

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