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21.03.2017 - Redaktion Seniorweb

Online-Einkäufe immer beliebter

Lädele ist Ritual, Online-Shopping die Offenbarung einer neuen Einkaufswelt. Und die Schweizerinnen und Schweizer machen dabei ganz vorne mit.

Laut einer vom Bundesamt für Statistik (BFS) letztes Jahr veröffentlichten Erhebung haben in der Schweiz 62 % der Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren innert drei Monaten mindestens einen Online-Einkauf getätigt. Die Schweiz platziert sich damit über dem Durchschnitt der Europäischen Union (43 %). Übertroffen wird sie nur von Deutschland, Dänemark und dem Vereinigten Königreich, das mit 75 % Spitzenreiter in Sachen E-Commerce ist. Die Länder des südlichen Europas wie Portugal oder Italien liegen weit zurück.

Die Verbreitung des E-Commerce hängt, wie das BFS feststellt, eng mit der Entwicklung der Zahlungsmöglichkeiten zusammen. Was ist den Schweizern wichtig, wenn sie online shoppen? Im Vergleich zu Deutschen, Österreichern und Briten? Wie gehen sie beim Online-Shopping mit der Bekanntgabe von sensiblen Daten um? Und wie hoch sind die durchschnittlichen Online-Ausgaben überhaupt? Im Auftrag von paysafecard  hat das Marktforschungsinstitut Marketagent.com zum Thema Online-Einkäufeeine repräsentative internationale Studie durchgeführt (befragt wurden 4022 Personen in den vier Ländern Schweiz, Grossbritanien, Deutschland und Österreich).

Datensicherheit steht an erster Stelle

Wie wichtig sind für den Kunden Aspekte wie Datensicherheit, Gebührenfreiheit, Übersicht über die Ausgaben, Einfachheit, Schnelligkeit oder registrierungsfreier Zugang, wenn es um Zahlungen für Online-Einkäufe geht?

An erster Stelle steht die Datensicherheit: Für 86,4 % der befragten Schweizer ist die Datensicherheit „sehr wichtig“, für weitere 10,6 % ist sie „wichtig“. Für fast alle Befragten (97,0 %) ist die Datensicherheit also zumindest wichtig, für die meisten sogar sehr wichtig. Interessant dabei ist der Vergleich über die Altersstufen: Nicht nur etwa für die älteren Online-Einkäufer, sondern auch für die unter 20-Jährigen ist die Datensicherheit der wichtigste Aspekt, wenn es zu einer Online-Zahlung kommt: 79,1 % von ihnen (über alle vier Länder CH, D, A, GB betrachtet) erachten Datensicherheit als sehr wichtig. Deren Bedeutung steigt dann mit dem Alter weiter an: Für 91 % der über 40-Jährigen ist sie sehr wichtig.

Der zweitwichtigste Aspekt ist für die befragten Schweizer, dass bei den Online-Zahlungen keine Gebühren anfallen: Für 64,1 % ist das sehr wichtig, für weitere 29,9 % wichtig (zusammen 94,0 %). An dritter Stelle steht für die Schweizer die Einfachheit (50,1 % finden das sehr wichtig), noch vor der Übersicht über ihre Ausgaben (48,4 %).

Die Übersicht über die eigenen Ausgaben ist für die Briten von noch geringerer Bedeutung (37,1 %): Sie legen mehr Wert auf Einfachheit (46,2 %) und Schnelligkeit (42,8 %). Demgegenüber steht die Übersicht über ihre Ausgaben für Österreicher und Deutsche an dritter Stelle: 66,8 % der Österreicher und 56,7 % der Deutschen finden dies sehr wichtig.

Schweizer Männer geben online 57 % mehr aus als Frauen

Online geben die Schweizer durchschnittlich 361 Franken pro Monat im Internet aus. Das umfasst Einkäufe, Spiele, Reisebuchungen, Downloads, Wetten etc., die online getätigt werden. Im Durchschnitt gibt Herr Schweizer 441 Franken, Frau Schweizer nur 281 Franken pro Monat aus. Im internationalen Mann/Frau-Vergleich liegen die Schweizer prozentual somit fast gleichauf mit den Deutschen. Im Nachbarland geben die Männer 199 Euro und somit um 56 % mehr aus als die Frauen, die monatlich 128 Euro für Ihre Online-Einkäufe ausgeben. Im anderen Nachbarland Österreich geben die Männer nur 42 % mehr aus als die Frauen und in Grossbritannien liegt der Unterschied sogar nur bei 22 %.

Mit dem Alter steigt der Betrag: Während die 16- bis 19-Jährigen erst 74 Franken pro Monat online ausgeben, sind es bei den 60- bis 69-Jährigen 426 Franken. Die Westschweizer geben mit 425 Franken rund ein Viertel mehr online aus als die Deutschschweizer (336 Franken).

Auf den ersten Blick mag es erstaunen, dass die 16- bis 19-jährigen, internetaffinen Schweizer weniger online ausgeben als die älteren. Das dürfte aber daran liegen, dass ihr Budget generell noch schmal ist. Interessant ist hier auf jeden Fall der Vergleich mit den gleichaltrigen Deutschen, deren Online-Ausgaben mit monatlich 195 Euro ungleich höher ausfallen. Die österreichischen unter 20-Jährigen liegen budgetär mit 85 Euro nur geringfügig über den Schweizer Altersgenossen und die Briten in dieser Altersgruppe belegen mit 123 GBP eindeutig das Mittelfeld.

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