KalenderSupport Werden Sie jetzt Mitglied! Magazin SeniorIn
30.01.2017 - Publireportage

Sprachen lernen im Alter hält fit

«Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.» Wer kennt diesen Ausspruch nicht? Neuere Studien beweisen: zum Fremdsprachen lernen ist man nie zu alt. Denn das Erlernen einer Fremdsprache hält die grauen Zellen nachweislich fit und verlangsamt den Alterungsprozess des Gehirns.

Wer hat noch nicht mit dem Gedanken gespielt, etwas ganz Neues auszuprobieren – Klavier spielen, Ski fahren, eine neue Sprache erlernen – und hat dann womöglich doch einen Rückzieher gemacht, weil er glaubte, zu alt zu sein? All denjenigen, denen genau dieser Gedanke schon einmal gekommen ist, sollten diesen schnellstmöglich ablegen. Denn wie die aktuelle Hirnforschung zeigt, ist das Gehirn eines erwachsenen Menschen genauso «plastisch» und formbar wie bei jungen Menschen. Das bedeutet, dass Hans durchaus noch Dinge lernen kann, die Hänschen nicht gelernt hat.

Anders als lange Zeit angenommen, können auch im Erwachsenenalter noch neue Nervenzellen im Hirn entstehen. Als besonders «anregend», was die Bildung von neuen Gehirnzellen im Alter betrifft, sehen die Forscher den Fremdsprachenerwerb an. Letztendlich ist unser Gehirn auch nur ein Muskel, der trainiert werden will und auch nur durch stetiges Training in Form bleibt. Bereits nach einer Woche Training soll laut Wissenschaftler der positive Effekt auf das Gehirn zu sehen sein. 

Sprachen lernen im Alter

Wenn man sich genauer mit dem Thema Sprachenlernen im Alter beschäftigt, wird deutlich, dass Hans gegenüber Hänschen sogar einige Vorteile hat, wenn es darum geht, eine Sprache zu erlernen. Denn es muss sich nicht unbedingt um eine neue Sprache handeln, die man erlernt, sondern es können auch weit zurückliegende Kenntnisse einer Sprache sein, die man lediglich aufzufrischen braucht. Wenn man erst einmal damit angefangen hat, das scheinbar Verlernte wieder hervorzukramen, wird man merken, wie schnell die zu einem früheren Zeitpunkt erworbenen Fremdsprachenkenntnisse wieder parat sind.

Ältere Lernende können dank ihrer Lebenserfahrung zudem meist auf ein grosses Repertoire an Gedächtnis- und Lernstrategien zurückgreifen, mit denen sie eine neue Sprache lernen und deren Strukturen für sich erschliessen können. Sie sind quasi «geübte Lerner», die wissen, wie ihr Gehirn tickt. Auch fällt es älteren Menschen oft leichter, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Sprachen herauszuarbeiten und zu verstehen und Verknüpfungen herzustellen.

Trotz dieser Vorteile muss man jedoch erwähnen, dass ältere Menschen nicht jede Sprache gleich gut lernen können. So erging es zumindest einer Anekdote zufolge dem berühmten russischen Schriftsteller Leo Tolstoi (1828-1910). Er sprach bereits mehr als ein Dutzend Sprachen und lernte im Alter von 50 Jahren noch Griechisch. Mit 70 Jahren fasste er dann den Entschluss, Japanisch zu lernen. Dieses Vorhaben  gab er jedoch nach einiger Zeit auf und stellte fest: «Entweder bin ich zu dumm, oder Japanisch ist zu schwer!» Dies soll bedeuten: Wenn Sie auch im Alter noch Fremdsprachen lernen möchten, sollten Sie schwierige Sprachen wie Japanisch, Chinesisch, Ungarisch oder Arabisch besser auslassen, oder zumindest nicht bis zum Schluss aufheben. Denn mit diesen Sprachen haben selbst Sprachtalente in jungen Jahren zu kämpfen.

 

Ältere Menschen lernen anders als junge 

Obwohl man im Alter noch mindestens genauso gut eine Fremdsprache erlernen kann wie in jungen Jahren, so gibt es beim Lernprozess dennoch ein paar Unterschiede zwischen Hans und Hänschen. So greifen ältere Menschen meist auf andere Lernmethoden zurück und brauchen häufig etwas länger, um eine Sprache zu erlernen. Während 30-Jährige noch von ihrer Lernroutine vom Studium profitieren, ist es für 50-Jährige schon eine deutliche Umstellung, wenn sie, etwa im Rahmen einer beruflichen Weiterbildung, wieder die Schulbank drücken müssen. Hat man sich jedoch erst einmal wieder an diese Routine gewöhnt, können 50-Jährige mit ihrer Erfahrung Querverbindungen (auch zu anderen Sprachen) herstellen und beim Lernen schneller vorankommen, v. a. weil sie ein solides Grundgerüst an Grammatik, Aussprache und Vokabular besitzen.

Wer hingegen erst im Ruhestand eine neue Sprache lernt, der hat diesen Altersgruppen gegenüber vor allem einen Vorteil: Zeit. Das Gelernte kann ausreichend wiederholt und angewandt werden und gelangt somit besser ins Langzeitgedächtnis. Häufige Wiederholungen von kleinen Vokabel- oder Grammatik-Portionen sind gleichzeitig auch eine der besten Strategien, wenn es darum geht, im Alter eine Sprache zulernen.

Um Fortschritte beim Erlernen einer Fremdsprache machen zu können, ist es für ältere Menschen zudem wichtig, einen strukturierten und kontinuierlichen Lehrplan zu haben. In diesem Punkt unterscheiden sich die Lehrmethoden deutlich von jungen Menschen, die oft sehr spielerisch lernen.

Vorteile einer Sprachreise ins Ausland

Es ist nicht verwunderlich, dass vor allem diejenigen schnell Fortschritte machen, die Spass beim Lernen haben. Ein Lernpartner bzw. eine Lerngruppe ist auch im Alter die beste Möglichkeit, um «am Ball zu bleiben». In der Gruppe motiviert man sich gegenseitig, kann man bei Schwierigkeiten gegenseitig behilflich sein. Da es älteren Sprachstudenten oft schwieriger fällt, die korrekte Aussprache einer Fremdsprache zu erlernen, sind das häufige Anwenden und das Hören der Sprache besonders wichtig. Eine Sprachreise ist eine ideale Möglichkeit für Lernende, dies alles zu kombinieren. Denn wo könnte man eine Sprache besser erlernen und anwenden als in dem Land, in dem sie gesprochen wird?

Anders als bei einem Sprachkurs in der Heimat, ist man im Ausland den ganzen Tag von der Sprache umgeben und kann diese «aufsaugen» und bei jeder Gelegenheit anwenden. Diese Form des Auslandsaufenthalts bzw. des «Urlaubs mit Köpfchen» ist daher nicht nur bei jugendlichen Sprachstudenten sehr beliebt – ganz im Gegenteil. Innerhalb der letzten 5 Jahre konnten Sprachreiseanbieter einen enormen Anstieg von Sprachkursteilnehmern der Altersgruppe 50+ verzeichnen.

Aufgrund dieser steigenden Nachfrage hat auch der Sprachreiseanbieter EF Education First sein Kursangebot um «Sprachreisen für Senioren» erweitert. Die speziellen Sprachkurse richten sich an Teilnehmer der Altersgruppe 50+ und können mit einem kompletten Rundum Service gebucht werden. Für all diejenigen, die Hänschen zeigen möchte, dass Hans durchaus noch an seinen Fremdsprachenkenntnissen feilen kann, ist solch eine Senioren-Sprachreise eine gute Möglichkeit, um Urlaub, kulturelle Weiterbildung und die Verbesserung der Sprachkenntnisse zu  verbinden.

 

 Teilen
Nach Oben