StartseiteMagazinKulturAnna Margrit Annen «Wo sind die Farben in der Nacht?»

Anna Margrit Annen «Wo sind die Farben in der Nacht?»

Die Luzerner Künstlerin Anna Margrit Annen geht mit Farbinterventionen, Installationen und einem Video auf die Räume der Galerie in Stans ein. Die Ausstellung dauert bis 30. Juni 2024.  


Anna Margrit Annen vor der Landkarte für den Raum zwischen den Dingen, 2023, Installation, diverse Materialien

Ihre Auseinandersetzung begann ein Jahr zuvor. Die Werke für ihre Ausstellung entstanden im Atelier und direkt in der Galerie. Seit ihrem Studium an der Schule für Gestaltung Luzern ist Anna Margrit Annen als freischaffende Künstlerin unterwegs.


Acryl auf Bütten

Sie schuf sich einen Namen mit grossformatigen Malereien auf Leinwand. Kontinuierlich dehnte sich ihre Arbeit auf den Raum aus. Es entstanden Objekte und Installationen. Schliesslich erweiterte sie ihr Spektrum mit Videos. Die Grundlage dafür bildete ihr Diplom für audiovisuelle Gestaltung an der Hochschule für Kunst Basel.


Acryl auf Bütten

Hatten ihre Werke früher eine stark zeichnerische Komponente, wurden die Farbe und die reine Malerei immer bedeutsamer. In Stans kommen die verschiedenen Aspekte ihres Schaffens in eigens für die Galerieräume entstandenen Arbeiten zusammen.


Anna Margrit Annen, verweilen, 2023, Acryl auf Büttenpapier

Eine Premiere ist die Präsentation ihrer poetischen Texte, die Anna Margrit Annen als geschriebene Bilder bezeichnet. Es sind feinsinnige Szenen aus dem Alltag, aus der nächsten Umgebung, die durch die lyrische Form konzentriert und veredelt werden. Ein Beispiel aus zwölf Texten: «Rosawolken / beim Sonnenuntergang. / Im Osten der volle Mond. / (Die Nacht wird kalt.)» Aus solchen Beobachtungen und aus der Wertschätzung des Unspektakulären nähren sich auch ihre bildnerischen Arbeiten. Anna Margrit Annens Malerei zeichnet Situationen aus, setzt ihnen eine künstlerische Krone auf.


Acryl auf Bütten

Ihre Objekte sind aus vermeintlich wertlosen Materialien gefügt. Sie scheinen dem Betrachter, der Betrachterin zu sagen: Schau hin, nimm dir Zeit, lass dich ein, entdecke Spuren und Zeichen. Ihre Installationen verbinden Zerbrechlichkeit und kraftvolle Präsenz. Anna Margrit Annen richtet den Blick auf das Unscheinbare und gibt ihm eine existenzielle Dimension.

Anna Margrit Annen hat eine Vielzahl von Ausstellungen gestaltet, Preise und Werkbeiträge für ihr Schaffen erhalten, Atelierstipendien in Berlin und Paris absolviert, Lehraufträge und Gastdozenturen wahrgenommen, zuletzt am Vorkurs der Schule für Gestaltung Bern. Im Zentrum stand und steht die tägliche Auseinandersetzung im Atelier, im Spannungsfeld von Ordnung und Freiheit, von Individuum und Gemeinschaft.
Fotos: Josef Ritler

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