FrontDigitalKomfortables Leben im vernetzten Haus

Komfortables Leben im vernetzten Haus

Wer die Berliner Internationale Funkausstellung (IFA) besucht, weiss, was dieses Jahr unter dem Weihnachtsbaum liegen wird. Wie in den letzten Jahren zog diese Messe auch heuer fast 2000 Aussteller und nahezu 250’000 Besucherinnen und Besucher an. Sprachsteuerung, künstliche Intelligenz und Vernetzung waren die grossen Themen der Show.

Den positiven Schlussresultaten und euphorischen Tönen nach der Messe waren Zahlen vorausgegangen, welche die Branche eher verunsichert hatten. Der Markt für elektronische Geräte im Haushalt stagniert und geht in Europa und den USA sogar leicht zurück. Nur bei TV-Geräten meldet Europa immerhin ein Plus von 1%. Dabei werden die Bildschirme immer grösser, dafür sinkt der Preis. Erwartet wird neben einer hohen Bildqualität auch ein guter Sound, da immer mehr Nutzerinnen und Nutzer auch Radio oder andere Audioangebote über den Bildschirm konsumieren. Leicht um etwa 2% zurückgegangen sind auch die Verkäufe von Smartphones. Dafür ist der durchschnittliche Preis, der dafür ausgegeben wird, etwas angestiegen – und die Menschen behalten ihre Geräte länger als früher. Das hat wohl auch damit zu tun, dass der Neuartigkeitseffekt von Handy-Generation zu Generation abnimmt und sich manch eine oder einer davor scheut, wieder ein neues Gerät zu installieren und in Betrieb zu nehmen.

Neue Bildschirme eignen sich nicht nur zum fern sehen, sondern sind sozusagen immer wieder austauschbarer Wandschmuck.

Den Kunden in der Marke behalten

An der IFA selber war dann keine Zurückhaltung mehr zu spüren. Grosse und kleine Marken zeigten ihre neuen Produkte und Angebote. Auffallend ist, wie viele der bekannten Brands – Samsung, Panasonic, Philips, usw. – alles daran setzen, ihre Kundinnen und Kunden über eine umfassende Produktepalette in der Marke zu behalten. In der Samsung-Halle beispielsweise gab es vom Kühlschank mit eingebautem Bildschirm, über TV-Geräte, Tablets, Handys, Herde und Backöfen alles, was in einem vernetzen Haushalt Platz hat. Die Strategie ist klar: alle Geräte können miteinander kommunizieren, es gibt nur noch eine Schnittstelle und jedes Gerät erkennt das andere, weil es vom gleichen Hersteller kommt.

Die zunehmende Bedeutung der Sprache

Einen grossen Zuwachs von 46% vermelden in Europa die sogenannten Smart-Speakers, also Lautsprecher, die nicht über eine Fernbedienung, sondern über die Sprache gesteuert werden. Subjektiv betrachtet, sind sie in der Schweiz noch kaum angekommen. Alexa, die bei Konsumenten in vielen Ländern sehr beliebt ist, muss bei uns immer noch überlistet werden, um zu funktionieren. Und auf die Nachfrage bei Amazon, wann Alexa bei uns eingeführt würde, hiess es lapidar: «No roadmap for Switzerland». Wir warten also weiter. Beliebt im Markt ist das Google Home-Gerät, das auch bei uns in der Schweiz funktioniert, weil es den Standort des Gerätes erkennt. Die deutsche Telecom, die ihren Markenauftritt seit Jahren mit der Farbe «Magenta» prägt, eine Mischung aus rosa und lila, zeigte in ihrer grossartigen Ausstellungshalle den eigenen neuen Smartspeaker «Hallo Magenta», der auch für den Empfang von Radioprogrammen geeignet ist, die über den Radioplayer (eine europaweite Plattform aller gängigen Radioprogramme – in der Schweiz Swiss Radioplayer) genutzt werden.

8K ist schön – doch wer brauchts?

Besondere Aufmerksamkeit bekamen die sogenannten 8K-Bildschirme. Sie weisen eine hohe Bildqualität und wunderschöne Farben auf. Allerdings sind sie insbesondere für die Nutzung des klassischen Fernsehens eingeschränkt tauglich, da die ganze Pracht erst zum Vorschein käme, würde die gesamte Produktionskette auf 8K ausgerichtet. Aus Investitions- und Kostengründen sind viele TV-Stationen noch nicht einmal auf 4K eingerichtet. Genutzt können die grossen Bildschirme also eher für eigene Fotos, die mit entsprechenden Apparaten aufgenommen wurden oder für Videos aus dem Netz mit entsprechender Qualität.

Technologie im Rundumdienst

Die IFA Next ist ein grosser Marktplatz mit vielen interessanten Erfindungen, auf die die Menschheit zwar nicht gewartet hat, die das Leben aber durchaus angenehmer machen können. Hier zwei Beispiele aus vielen:

  • Im Restaurant in fremder Sprache bestellten: kein Problem mit Pocketalk.

Der «Pockettalk» (www.pocketalk.net) erfüllt den Traum jedes Reisenden in fremde Länger mit schwierigen Sprachen. Er übersetzt die eigenen Worte in Echtzeit in 74 Sprachen und ermöglicht damit eine mühelose Kommunikation auch dort, wo man kein Wort versteht. Das Gerät eignet sich besonders auch im Restaurant, wo die Speisekarte nur viele Geheimnisse enthält.

Wie hat man in der Küche das ganze Jahr frische Kräuter? Klar, mit dem Veritable-Garten. In ein besonderes Becken werden schwammige Erdklumpen eingesetzt, die Samen für die gewünschten Kräuter enthalten. Zur Wanne gehört ein Wasserbehälter, der die Erde während mehreren Wochen angemessen bewässert, sowie eine spezielle, gärtnerische LED-Beleuchtung. Es gibt über 50 verschiedene Kräuter zu entdecken und die Erntezeit pro Pflanze beträgt 4 bis 6 Monate. Bei www.veritable-potager.com trifft Technologie auf Gartenkunst.

Veritable Garden: das ganze Jahr frische Kräuter dank Zusammenarbeit zwischen Technologie und Gartenkunst.

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