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Haarverlust und Lichen planopilaris

Seniorweb Experten Stadtspital Triemli
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Frage:
Vor ca. einem Jahr habe ich nach und nach meine Augenbrauenhaare verloren. Ich vermutete eine Hormonveränderung altersmässig (62 Jahre). Vor etwa einem halben Jahr nun merkte ich eine starke Verdünnung der Kopfhaare, vor allem Geheimratsecken und über den Ohren. Der Hautarzt entnahm eine Kopfhautprobe. Befund: Lichen plano pilaris. Nun behandle ich aufgrund seiner Empfehlung dreimal die Woche die Kopfhaut mit Dermovate scalp application-Lösung. Im Netz las ich, dass es gegen diese Krankheit kaum eine Heilung gibt. Was können Sie mir noch raten? Muss ich mit totalem Haarverlust rechnen? Ich habe auf Anraten meines Arztes meine Teilzeitstelle aufgegeben, um die berufliche Stress-Situation auszuschliessen(Nachtwache). Gibt es noch weitere Ursachen dieser Krankheit? Sind noch weitere Symptome bekannt? Mich plagen seitwärts beim Innenfuss-Rist, oberhalb des grossen Zehs schubartige Schmerzen, vor allem öfters in der Nacht oder in der Ruhephase – es sind sehr unangenehme und starke Stiche, die in der Bewegung nicht auftreten. Gibt es womöglich da ein Zusammenhang? Ich habe auch schon an Fibromyalgie gedacht? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort von Prof. Dr. med. Stephan Lautenschlager:
Ihre Schilderung des Haarverlustes passt gut zur Diagnose des Lichen planopilaris. Diese Erkrankung, deren Ursache bislang nicht geklärt ist, ist glücklicherweise harmlos und kann für Ihre Schmerzen nicht verantwortlich gemacht werden. Leider kann sie jedoch im Bereiche von behaarten Stellen zu Narben führen, weshalb der Verlust von Haaren teilweise irreversibel ist. Ein Therapieziel bei Ihnen muss also sein, den Entzündungsprozess zu stoppen um eine weitere Verschlechterung zu vermeiden, dies kann gut mit Dermovate versucht werden. Falls keine Wirkung zu erzielen ist, können ev. auch Tabletten (Retinoide, Antimalarika oder Prednison) eingesetzt werden.

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