FrontGesellschaftVirtuell auf dem Velo durch Zürich

Virtuell auf dem Velo durch Zürich

Sind wir sicher auf dem Velo? Im Verkehrshaus Luzern kann man jetzt virtuell Velo fahren und feststellen, mit welchen Gefahren man im Verkehr rechnen muss. 

Man setzt sich auf eines der vier orangenen Fahrräder, zieht sich die  Virtual-Reality-Brille auf und flugs fährt man virtuell durch Zürich. Die integrierten 360-Grad-Filme zeigen gefährliche Situationen im Strassenverkehr.

Schüler aus Schaffhausen testeten das neue System

 

Da rennt ein Passant plötzlich aus dem Nichts auf die Fahrbahn  oder ein Tram kreuzt den Weg. Ein Lastwagen fährt zu nah auf, weil der Chauffeur den Velofahrer im toten Winkel nicht sieht. Da öffnet eine Autofahrerin in einem rechts parkierten Auto plötzlich die Türe. Nur ein Stopp kann die Kollision verhindern.

 

Auf einem Monitor konnte die Fahrt eines Schülers verfolgt werden

 

Die Brille ist interaktiv, die Bewegungen des Benutzers werden registriert und bei Fehlern wird die Situation nochmals abgespielt.

 

Die Velos stehen auf der neuen Themeninsel, die zusammen mit der Stadt Zürich, der SUVA und dem Verkehrshaus am Dienstag, 9. April 2019,  in der Halle Strassenverkehr eröffnet wurde. Schüler und Schülerinnen der 6. Primarschul-Klasse aus Schaffhausen durften das System testen und waren hell begeistert.

 

Eine oft auftretende Gefahr aus der Sicht des Velofahrers: Die Türe eines parkierten Autos wird geöffnet.

 

Laut der Suva gibt es in der Schweiz pro Jahr rund 18 000 Velounfälle. Das sind 50 Unfälle pro Tag, 82 Prozent sind selbstverschuldet. Sie empfiehlt, man solle vorausschauend fahren und könne damit Gefahrensituationen rechtzeitig entschärfen und Selbstunfälle wie auch Kollisionen verhindern.

 

Auch auf der Website (www.suva.ch) gibt die SUVA Tipps, wie man Gefahren im Verkehr rechtzeitig erkennt. Da heisst es:

 

. Versetzen Sie sich in andere Verkehrsteilnehmer und lassen Sie sich nicht ablenken.

. Fahren Sie bremsbereit und rechnen Sie stets mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern.

. Vorsicht bei seitlich parkierten Autos. Halten Sie mindestens 50 cm Abstand.

. Bahn- und Tramgeleise sind heimtückisch, überqueren Sie die Geleise möglichst rechtwinklig.

. Warten Sie stets hinter dem Lastwagen oder Bus. Der Fahrer kann Sie im toten Winkel nicht sehen.

. Achtung Rutschgefahr bei nassem Laub oder Ölflecken.

 

Fotos: Josef Ritler

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