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Jugendliches Engagement für Natur und Umwelt

Am Wochenende vom 12./13 September engagierten sich unter dem Namen VolonTerra 2200 junge Menschen in 16 Kantonen der Schweiz in 76 Projekten für Natur- und Umweltschutz. Auch Ältere waren zu den Projekten eingeladen.

Organisiert wurde das Projekt von SAJV, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Der in den 1930er Jahren gegründete Dachverband umfasst heute rund 60 Jugendorganisationen und setzt sich stellvertretend für mehr als 500 000 Kinder und Jugendliche auf politischer und öffentlicher Ebene für die Interessen der Schweizer Jugend ein.

Im Projekt VolonTerra koordinierten sich Pfadi- Jubla- und Cevi-Gruppen, Swiss Youth for Climate und youngCaritas mit Pro Natura, WWF Schweiz und weiteren Umweltorganisationen mit dem Ziel, sich für Natur- und Umweltschutz einzusetzen.

Pfadfinder der Pfadi Säuliamt beim Gestalten einer Hecke mit Steinen als Schutzraum für Tiere zur Förderung der Artenvielfalt (Foto © Linda Muerset)

Einige Schwerpunkte aus den 76 lokalen Projekte in 58 Schweizer Gemeinden und Städten:

  • Zigistummel-Sammelaktionen der stop2drop-Gruppe in mehreren Gemeinden
  • Pflege von Biodiversitätsflächen der Pfadi Säuliamt
  • Kreatives Recycling der Jubla Embrach
  • Schaffen von Asthaufen als Rückzugsort für Amphibien und Reptilien mit der Wilden Waldbande Chur
  • Aufwertung des lokalen Waldes durch Bienenhotels und Vogelhäuschen und das Sammeln von Abfall bei der Cevi Uster
  • Pflege von Weihern, Bachufergehölzen, Hecken, Waldrändern mit der Jugendnaturgruppe Thal und der JUNA Solothurn
  • Laufspiel des Jugendparlaments des Kantons Wallis rund um das Thema Abfalltrennung und Gartenarbeit, verbunden mit einem Workshop zum Dekorieren von Terrakotta-Töpfen
  • Ausreissen invasiver Pflanzen in Berolle durch die AG Biodiversität WWF Waadt
  • Mäharbeiten in einem geschützten Moorgebiet durch die Groupe Jeunesse + Nature Waadt … usw. usf.

Jugendliche der Groupe Jeunesse +Nature Waadt besprechen ihre Arbeit im Moorgebiet mit einer Leiterin von Pro Natura (Foto © Elena Duran)

Liselotte Lüscher, Vorstandsmitglied der VASOS, nahm in Murten an der Vorbereitung eines Dinners teil, organisiert und gekocht von der Coolinarik.ch. Hier wurde gemeinsam mit Alten und Jungen gekocht und gemeinsam alles Nötige vorbereitet. Dabei wird auf nachhaltige Ernährung und den Schutz unserer Ökosysteme geachtet. Das Projekt wird von verschiedener Seite unterstützt, z.B. von den Städten Freiburg und Murten. Die Genossenschaft Mercato in Kerzers stellt Coolinarik abgelaufenes Gemüse und Früchte kostenlos zur Verfügung.Jugendliche beim Vorbereiten eines schmackhaften Menüs in Murten (Foto © Liselotte Lüscher)

Ich besuchte einen Kleidertausch-Tag mit Flohmarkt für Spielzeuge und Kinderbücher des Blaurings Rebstein-Marbach. Die Scharleiterin Celine Bosshard zeigte sich sehr zufrieden über den Anlass: «Heute Vormittag waren viele Leute da. Immer wieder kam ein Schwarm von Besuchern. Dann kamen Eltern mit Kindern, die unsere Flyer erhalten hatten. Kleider oder Gegenstände, die übrigbleiben, werden gespendet.»

Die Scharleiterin Céline Bosshard (l) und Akira Stangl haben den Kleidertausch-Tag in Rebstein organisiert. (Foto bs)

Drei Fragen an die Projektleiterin von Volonterra bei der SAJV, Noémie Marchon:

Seniorweb: Wie haben Sie das Riesenprojekt VolonTerra entwickelt?

Noémie Marchon: Als Dachverband der Jugendverbände möchten wir den Jugendorganisationen und den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich für wichtige Anliegen einzusetzen und ihr freiwilliges Engagement sichtbar zu machen. Darum haben wir zusammen VolonTerra entwickelt: Wir wollten dem freiwilligen Engagement eine nationale Bühne geben und den Teilnehmenden etwas zu Natur und Umwelt vermitteln. In Zusammenarbeit mit unseren Mitgliederorganisationen und verschiedenen Naturschutzorganisationen haben wir dann VolonTerra auf die Beine gestellt.

Noémie Marchon, Projektleiterin von VolonTerra (Foto zVg.)

Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?

Ja! In der ganzen Schweiz und in drei Sprachregionen fanden tolle Projekte statt, bei denen Kinder und Jugendliche gemeinsam anpacken, Spass haben und etwas über die Umwelt lernen konnten. Wir vom Projektteam haben selbst einige der Gruppen bei ihren Aktivitäten besucht, viele schöne Eindrücke gesammelt und tolle Begegnungen erlebt.

Wird es irgendwann ein VolonTerra 2 geben?

Ob es eine zweite Ausgabe von VolonTerra gibt, muss noch entschieden werden. Die Zukunft des Projekts hängt von den Rückmeldungen der Teilnehmenden und der allgemeinen Resonanz ab. Jetzt geniessen wir erst einmal die erfolgreiche Durchführung der ersten VolonTerra-Ausgabe!

Titelbild: Einige der 15 Leiterinnen des Blaurings Rebstein-Marbach am Zvieri-Tisch (Foto bs)

 

 

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