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Diese simplen Tricks helfen im Alltag

Unschöne und gefährliche Spuren im Internet: Sechs Tipps zum Thema Datenschutz und Privatsphäre beim Surfen im Internet.

Dass man beim Surfen im Internet Spuren hinterlässt, das hat vermutlich jeder schon einmal gehört. Solange man sich am eigenen, heimischen Computer befindet, ist das zumindest nicht gefährlich. Unschön ist es aber trotzdem, wenn Internetseiten und Unternehmen verfolgen können, auf welchen Seiten ich mich bewege und welche Produkte mich interessieren.

Noch kritischer und vor allem wirklich gefährlich wird es, wenn man sich an einem fremden Computer befindet – zum Beispiel in einem Hotel, im Internet-Café, im Kopiergeschäft oder bei Bekannten. Hier könnten andere Personen später sehen, welche Seiten man besucht hat, wo man sich angemeldet hat oder gar welche Dateien man heruntergeladen hat.

Beachten Sie diese sechs Tipps, insbesondere, wenn Sie einen Computer ausserhalb von zuhause benutzen, der nicht Ihnen gehört. Aber auch für das Surfen am eigenen Computer sind einige Tipps sehr sinnvoll!

1. Browserverlauf löschen

Den Browserverlauf (oft auch “Chronik genannt) kennen sicher fast alle. Der Browser zeichnet standardmäßig alle besuchten Internetseiten auf und speichert diese in einem Verlauf. Das ist wie ein kleines Tagebuch und hilft, zuvor besuchte Seiten wieder zu finden, schneller zu laden und dort eingegebene Passwörter nicht jedes Mal neu eintippen zu müssen. Vielen Menschen ist es aber sehr unangenehm, wenn das eigene Surfverhalten derart aufgezeichnet wird. Alle Browser bieten aber auch die Möglichkeit, diesen Verlauf zu löschen. Vor allem dann, wenn Sie an einem fremden Computer das Internet nutzen, sollten Sie das unbedingt tun. Denn nur so kann niemand nach Ihnen sehen, welche Seiten Sie besucht haben und welche Passwörter Sie eingegeben haben. Am besten löschen Sie nicht nur den Verlauf der besuchten Seiten, sondern auch die sogenannten temporären Dateien und eventuell gespeicherte Formular-Daten.

2. Download-Ordner leeren

Dieser Punkt ist vor allem dann wichtig, wenn Sie zum Beispiel in einem Copyshop (Kopierladen) oder im Internetcafe oder bei einem Bekannten das Internet benutzen. Häufig lädt man hier Dateien herunter, um diese später auszudrucken und nicht selten handelt es sich dabei um sehr private Dateien wie zum Beispiel Bahn- oder Flugtickets oder eingescannte Dokumente. Leider vergessen viele Menschen, nach dem Drucken die Dateien wieder aus dem Download-Ordner zu löschen und danach den Papierkorb zu leeren. Tut man dies nicht, so sind die Dateien im Anschluss für jeden sichtbar, der danach den Computer verwendet. Sie glauben gar nicht, wie viele eingescannte Personalausweise und sonstige hochsensible Unterlagen sich im Downloadordner von Kopierläden befinden. Gehören Sie nicht zu denjenigen, die ihre Daten derart leichtsinnig preisgeben: Löschen Sie den Downloadordner und leeren Sie den Papierkorb!

3. Immer abmelden, also “ausloggen”

Wenn Sie Internetseiten nutzen, bei denen man sich zuvor anmelden muss (zum Beispiel Online-Banking, Amazon, Ebay, Facebook), dann melden Sie sich bitte dort immer wieder ab, wenn Sie die jeweilige Internetseite verlassen. Das Abmelden wird oft auch “Logout” genannt. Wenn Sie das nicht tun, ist jeder, der auf dem gleichen Computer nach Ihnen dieselbe Seite besucht, unter Ihrem Namen angemeldet. Die Browser speichern nämlich die sogenannten “aktiven Logins”, also Seiten, bei denen man gerade angemeldet ist. Meldet man sich nicht explizit ab, so bleibt man dort angemeldet, auch wenn die Seite geschlossen wird! Im schlimmsten Fall könnte dann jemand auf Ihren Namen im Internet einkaufen, Ihr Bankkonto einsehen, Ihre E-Mails lesen oder unter Ihrem Namen Facebook nutzen. Daher gilt: Immer “ausloggen”, also abmelden.

4. Inkognito-Modus nutzen

Die Browser bieten die Möglichkeit, dass für einen bestimmten Zeitraum keine Nutzungsdaten im sogenannten Browserverlauf gespeichert werden. Man nennt diese Funktion den “Inkognito-Modus” oder auch “Privater Modus”. Wird dieser aktiviert, so werden für die Dauer der “Inkognito“-Sitzung keine besuchten Internetseiten oder eingegebenen Formulardaten gespeichert. Oder anders gesagt: wenn der Inkognito-Modus beendet wird, wird alles aus der Zeitspanne der Inkognito-Nutzung gelöscht. Dieser Inkognito-Modus hilft aber nur gegen die Abspeicherung von Nutzungsdaten auf dem eigenen Computer. Man ist dadurch also nicht komplett anonym oder unsichtbar im Internet unterwegs – dies ist ein wichtiger Unterschied.

5. Adblocker

Dieser letzte Punkt betrifft nicht direkt den Schutz der eigenen Daten. Erst nach einem Gedankenumweg wird klar, wie durch einen Adblocker die eigenen Daten geschützt werden. Ein Adblocker blendet Werbung im Internet aus, er entfernt automatisch die Stellen auf einer Internetseite, an denen normalerweise Werbung geschaltet wird. Man kann sich das so vorstellen, als würde jemand in der Zeitung alle Werbeanzeigen mit der Schere herausschneiden, bevor man die Zeitung liest. Das hat in erster Linie den Effekt, das Internetseite weniger “nervig” sind, weniger bunte und blinkende Werbung angezeigt wird.

Aber es hat einen weiteren Nebeneffekt, der in Zusammenhang mit dem Schutz Ihrer Daten stehen: Viele Werbetreibende im Internet sind sehr clever und erkennen aufgrund unterschiedlicher Analysen, welche Werbeanzeigen für Sie interessant sein könnten. Wenn Sie beispielsweise für Ihren Partner ein Geschenk planen und sich im Internet darüber informieren, dann wird in den kommenden Tagen und Wochen immer wieder Werbung auf Internetseiten eingeblendet, die das Produkt Ihrer Geschenkidee bewirbt. Im ungünstigen Fall sieht dann der Partner auf Ihrem Computer in vielen Werbeanzeigen sein zukünftiges Geschenk. Mit einem Adblocker werden keine Werbeanzeigen mehr eingeblendet und Ihre Recherche für das Geschenk bliebe verborgen. Ein Adblocker kann also auch eine Form des Datenschutzes sein.

Dieser Beitrag wurde bereitgestellt von unserem Kooperationspartner Levato. Weitere Hilfestellungen zu Computer, Internet und Smartphone finden Sie auf www.levato.de