StartseiteMagazinLebensartIn der Schweiz wird 199 Millionen Stunden gewandert

In der Schweiz wird 199 Millionen Stunden gewandert

Die Schweizer Bevölkerung ist sportlicher geworden. Das zeigt die Studie «Sport Schweiz 2020 – Sportaktivität und Sportinteresse der Schweizer Bevölkerung».  Die von 13’621 Personen (ab 10 Jahren) beantworteten Fragen für die 41 meistgenannten Sportarten und Sportartengruppen wurden vertieft und detailliert ausgewertet und die Ergebnisse in Factsheets zusammengefasst.

Der «helvetische Mehrkampf» mit den Lifetime-Sportarten Wandern, Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Jogging steht zuoberst auf der Liste. Unverändert an der Spitze der beliebtesten Sportarten liegt wie bei der letzten Erhebung vor sechs Jahren das Wandern, das gegenüber 2014 mit einer Steigerung von 44,3% auf 56,9% (Anteil der Schweizer Bevölkerung, die wandert) noch einmal deutlich zugelegt hat: die Anzahl Stunden, die in der Schweiz gewandert wird, stieg um 37 Millionen Stunden auf 199 Millionen Stunden.

Die detaillierte Auswertung zeigt, dass ein Zehntel des «Wandervolks» zwischen 6 und 10 Tagen pro Jahr Wanderungen macht und dabei zwischen 3 und 5 Stunden unterwegs ist. Anders die Radfahrer: 8% fahren an 21-50 Tagen pro Jahr zwischen 1 und 2 Stunden pro Mal, ebenfalls häufiger und kürzer frönen die Mountainbiker ihrem Hobby: ein Fünftel fährt an 21-50 Tagen jeweils zwischen 1 und 2 Stunden.

Ungebunden oder organisiert?

Während 95% der Frauen und Männer das Wandern ungebunden ausüben, also nicht im Verein oder einer organisierten Gruppe unterwegs sind, sind es in der Sportartengruppe Yoga, Pilates Body Mind nur 29%, die nicht organisiert trainieren. Noch deutlicher zeigt sich dies bei den Spielsportarten Unihockey und Handball, die nur von 14% ungebunden ausgeübt werden.

Beim Golf und Tennis hat der Anteil der über 60-Jährigen zugenommen

Insgesamt hat die Popularität von Golf und Tennis seit 2014 nur leicht zugenommen, von 1,8% auf 2,3% respektive von 5,2% auf 5,4% der Schweizer Bevölkerung. Bei den Männern ist der Anteil an Golfern und Tennisspielern in der Altersgruppe 60+ signifikant gestiegen. Bei den Frauen ist die Anzahl Golferinnen in der Altersgruppe der 45-59-Jährigen leicht gesunken. Im Tennis spielt die Altersgruppe der 30-44-Jährigen weniger als noch vor sechs Jahren.

Höhere und tiefere Einkommen

Untersucht wurden in jeder Sportart auch drei Einkommensgruppen: Haushaltseinkommen bis 5000 Schweizer Franken, 5001-9000 Schweizer Franken und grösser als 9000 Schweizer Franken. Nicht unerwartet gehören sowohl beim Golf wie auch beim Tennis am meisten Aktive der höchsten Einkommensgruppe an. Ein anderes Profil zeigt das Turnen: da ist die unterste Einkommensgruppe am häufigsten vertreten. Beim Tanzen und Kampfsport/Selbstverteidigung sind die Werte für alle drei Einkommensstufen praktisch gleich.

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