Er breitet sich aus. In verschiedenen Kantonen wurde er zum Abschuss freigegeben. Marcel Züger hat ein Buch geschrieben. «Mensch, Wolf» heisst es und berichtet von Begegnungen mit Biologen und Bauern.
«Das klingt wie die Rückkehr des verlorenen Sohns», schreibt er in der Einführung und ergänzt «Es ist eher die Wiederkunft von Christoph Columbus. Im Jahr 1492 war Columbus in See gestochen und auf Amerika gestossen. Gleich lang ist es her, seit Wölfe in den Alpen den Ton angaben. Seither hat sich alles verändert. Die Menschen, die Nutzung, die Landschaft. Sogar die Natur.»

Wolfswelpen- Mit vier Monaten fast so gross wie die Alttiere
Mit zunehmender Bevölkerungszahl wurden die Wolfsbestände rapide gelichtet. Geringere Wolfsbestände ermöglichten eine weitere Bevölkerungszunahme. Das Ende für den Wolf, der Anfang der weltberühmten Alpenlandschaften. Die Landschaft hat sich in den letzten 500 Jahren grundlegend gewandelt.

1988. Der Wolf Canis lupus.
Inzwischen ist der Wolf wieder da. Ein Popstar, unversehens in die gute Stube geplatzt. Wie das so ist bei den Stars und Sternchen: Sie sind eine schillernde Projektionsfläche, die Sehnsüchte und Wünsche widerspiegelt. Züger fragt: «Wer ist er also, dieser Wolf? Und er gibt gleich die Antwort: «Der Wolf ist nicht der menschenscheue Wildnisbewohner, für den wir ihn halten.»
Wölfe sind ausserordentlich lern- und anpassungsfähig. Wenn scheu sein ein Vorteil ist, sind Wölfe scheu. Wenn sie nicht verfolgt werden, fällt diese Anpassung weg. Eine natürliche Scheu gibt es nicht, es handelt sich um ein erlerntes Verhalten. Die ständige Verfolgung führte dazu, dass sich die Wölfe vor dem Menschen versteckten. Schutz fanden sie in abgelegenen Wäldern.

Rotkäppchen und die Wölfe
Dabei ist längst klar, dass Wölfe mit sämtlichen Lebensräumen klarkommen. Hauptsache, sie finden genug Nahrung und einen ruhigen Ort für die Jungenaufzucht. Wölfe kommen mit intensiver menschlicher Nutzung bestens zurecht. Durch seine Anpassungsfähigkeit wird der Wolf zweifellos den gleichen Weg wie andere Beutegreifer gehen. Fuchs und Steinmarder waren noch vor 50 Jahren nachtaktiv und menschenscheu, weil sie damals stark bejagt wurden.
Dieses Buch behandelt den Alpenbogen vom Genfersee bis vor die Tore Wiens. Im Zentrum steht der Wolf.
Fotos aus dem Buch.

Das Buch von Marcel Züger ist zwar leicht zugänglich geschrieben, enthält jedoch zahlreiche Aussagen über den Wolf, die durch aktuelle wissenschaftliche Forschung widerlegt sind. Bevor Sie es erwerben, empfiehlt sich ein Blick auf die Faktenblätter, die Zügers Thesen kritisch einordnen und richtigstellen. https://inventarisation.ch/buecher.html
Das Buch von Herr Züger ist sehr, ich sage mal blumig geschrieben läßt aber Zahlen und Fakten sowie Tatsachen von 100 derten Wissenschaftler’in aussen vor,dazu kommt der Verdacht auf ,durch seine Haupttätigkeit in der Landschaftsplege, politisch motiviert in Richtung seiner Kunden geschrieben hat.
Ich empfehle das Buch von Heinrich Haller
Der Wolf ein Grenzgänger zwischen Natur Kultur.
Mit echten Fotos, von Jahre langer Forschung. Keine Bilder von Märchen und aus dem Internet.
Man kann auch damit Geld verdienen, in dem man dem angesprochenen Publikum erzählt, was es hören will. Ob das der Wahrheit und Realität entspricht, ist dann nicht wichtig. Was hingegen sehr wichtig wäre, ist eine sachliche, wissenschaftlich basierte und emotionslose Aufklärung für die Menschen, die sich weniger stark mit dem Thema befassen. Dazu gehören auch die Herausforderungen in der Land-/Alpwirtschaft. Dem Mehraufwand muss Rechnung getragen werden, denn der Herdenschutz ist der wichtigste Weg zur Koexistenz mit dem Wolf und anderen grossen Beutegreifern. Das Geld welches in die jährliche Wolfsjagd gesteckt wird, hilft keinem Schaf, keiner Ziege und keiner Kuh. Um Tierleid auf beiden Seiten zu vermeiden, muss der Herdenschutz und die, die ihn umsetzten müssen massiv gestärkt werden!