«Das ist nicht unser Krieg», sagen viele Europäer – noch. Und schon gar nicht ein Krieg der Schweiz. Dennoch sind sowohl Europa als auch wir unmittelbar betroffen. Die Preise für Gas und Treibstoff steigen unaufhaltsam. Das iranische Regime setzt auf ein strategisches Druckmittel, das den Kriegsverlauf entscheidend beeinflussen könnte: die Blockade der Strasse von Hormus. Täglich soll der Krieg rund eine Milliarde kosten. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, weshalb Donald Trump vom Kongress weitere 200 Milliarden Dollar fordert, um das iranische Regime in den kommenden 200 Tagen militärisch zu zerschlagen. Ob dies ohne massive Bodentruppen möglich ist, bleibt fraglich. Bereits wurden 2500 Elitesoldaten mobilisiert. Sie sollen notfalls eingreifen und die strategisch zentrale Insel Charg – von existenzieller Bedeutung für die Erdölindustrie des Mullah-Regimes – erobern und besetzen, um Iran zur Öffnung der Strasse von Hormus zu zwingen. Trump gibt den Mullahs dazu 48 Stunden Zeit. Am Montag auf Dientag läuft das Ultimatum ab. In der Zwischenzeit hat er es überraschend um 5 Tage verlängert.
Auch die Schweiz sieht sich angesichts dieser bedrohlichen Lage zu klaren Entscheidungen gezwungen: Dürfen US-Kampfflugzeuge von Ramstein aus auf dem Weg in den Nahen Osten den Schweizer Luftraum überfliegen? Soll die Schweizer Rüstungsindustrie die Auslieferung bereits produzierten Kriegsmaterials an die USA stoppen? Die Position scheint klar: Überflüge sollen teilweise untersagt, neues Kriegsmaterial nicht mehr geliefert werden.
KI generiert: Die Publizistin Ulrike Hermann „Geld als Macht»
In dieser angespannten und unsicheren Zeit ist ein Buch erschienen, das besondere Aufmerksamkeit verdient: «Geld als Waffe – Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet»* von Ulrike Herrmann (62). Sie gilt als eine der profiliertesten Wirtschaftsjournalistinnen Deutschlands, ist Redaktionsmitglied der taz und bekannt für ihre präzisen Analysen. Politisch war sie früher bei der CDU, später bei den Grünen aktiv; inzwischen lässt sie ihre Mitgliedschaft ruhen, um unabhängig publizieren zu können.
In ihrem neuesten Buch zeigt sie eindrücklich die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und militärischer Stärke auf. So analysiert sie etwa die Verfügbarkeit des derzeit leistungsfähigsten Luftabwehrsystems «Patriot», das Wolodymyr Selenskyj (48) dringend benötigt, um russische Überschallraketen abzufangen und die Bombardierungen der Zivilbevölkerung zu stoppen. Die USA verfügen über 64 sofort einsatzfähige Systeme, benötigen diese jedoch zunehmend selbst. Deutschland hatte ursprünglich zwölf Systeme, von denen drei in der Ukraine im Einsatz sind und zwei an Polen ausgeliehen wurden. Der Hersteller Lockheed Martin kann den globalen Bedarf nicht decken; bestehende Bestellungen werden neu priorisiert. Auch die Schweiz ist betroffen: Ihre Lieferung von fünf bestellten Patriot-Systemen verzögert sich zugunsten Deutschlands.
Kein Wunder also, dass das Umfeld von Bundesrat Martin Pfister europaweit nach Alternativen sucht – bislang noch ohne Erfolg.
Auch beim modernsten Kampfjet, dem F-35, der – inklusive Infrastruktur – rund 300 Millionen Dollar pro Stück kostet, verweist Herrmann auf Kritik. Elon Musk (55) hätte zum F-35 nur Spott übriggehabt, als er über sein Satellitengestützten Nachrichtensystem einen ukrainischen Drohnen-Angriff beobachtet habe: «Währenddessen bauen manche Idioten immer noch so teure Kampfjets wie den F-35.» Die Schweiz plant, für rund sechs Milliarden Franken eine reduzierte Anzahl zu beschaffen – vermutlich eher 30 statt der ursprünglich vorgesehenen 36.
Zum Schluss zieht Herrmann eine bemerkenswerte Bilanz: Sowohl Russland als auch China würden angesichts der enormen Kosten für Aufrüstung vor erheblichen innenpolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Putin sei gezwungen, die Kriegswirtschaft aufrechtzuerhalten und immer neue Konflikte zu schaffen. Europa rücke dabei ins Zentrum. Paradoxerweise könnte seine Aggression Europa einen.
Auch China kämpfe mit strukturellen Problemen: geschönte Wachstumszahlen, rund 20 % arbeitslose Jugendliche und etwa 90 Millionen leerstehende Wohnungen. Überkapazitäten liessen sich international kaum rentabel absetzen. Präsident Xi Jinping versuche, diese Spannungen durch eine aggressivere Haltung gegenüber Taiwan zu überdecken, was wiederum die USA auf den Plan rufe.
Für Europa bedeutet dies laut Herrmann eine klare Konsequenz: Die EU müsse sich langfristig zu einem föderalen Staat entwickeln, in dem die Mitgliedsländer wirtschaftlich und militärisch enger zusammenarbeiten.
Und die Schweiz? Sie werde sich Europa stärker annähern müssen, ob sie will oder nicht. Im Tages-Anzeiger sagt Herrmann: «Die Schweizerinnen und Schweizer werden erkennen, dass ihre eigene Prosperität untrennbar mit der Stabilität Europas verbunden ist. Das betrifft nicht nur die Verteidigung, sondern auch die Finanzmärkte. Geld ist, wie gesagt, eine Waffe – und die Schweiz ist ein zentraler Tresor dieses Geldes.» Die EU werde zunehmend darauf drängen, strategische Lücken zu schliessen.
Angemerkt sei: Bundesrat Martin Pfister ist gut beraten, die Verteidigungsstrategie laufend an die sich verändernde Bedrohungslage anzupassen, wie er das in seiner Rüstungsbotschaft 2026 auch tut. Dabei hat er aber künftig auch über den F-35 und den Ersatz von «Patriot» nachzudenken.
*«Geld als Waffe, wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet» von Ulrike Herrmann. Erschienen im Verlag Kiepenhauer& Witsch, Köln

Frau Herrmann ist leider in meinen Augen wie ein Wolf der sich im Schafspelz versteckt. Es kommt einem die Parabel von Heinrich Böll: «Lämmer und Wölfe» in den Sinn. Nach dieser Parabel sind die schlimmsten Wölfe die, welche sich als Lämmer tarnen. Ich beziehe mich nur auf ihre Aussagen über China. In ihrem Buch behauptet Frau Herrmann, dass die chinesische Wirtschaft im Niedergang sei. Und dass die chinesische Regierung mit ihren Wachstumszahlen lüge; wahrscheinlich jedenfalls hat sie in einem Auftritt bei Markus Lanz nachgeschoben. In ihrem Buch referenziert Frau Herrmann aber nur obskure (Probaganda?-Webseiten). Verschiedene Grossbanken, welche in China investieren machen andere Aussagen als Frau Herrmann. Einmal behauptet sie dann wieder, das kaufkraftgewichtete BIP von China sei grösser als das der USA. Über Taiwan sind ihre Aussagen nicht wirklich seriös. Der Kosovo hat es bezüglich seiner Unabhängigkeit schon mal in die UNO GV geschafft und hat ganz knapp verloren. Taiwan ist vom Büro der UNO gar nicht erst zugelassen worden, ein offizielles Aufnahmegesuch zu stellen. In ihren Thesen ist es dazu falsch, dass China primär die Hauptstadt von Taiwan erobern müsse, was geographisch sehr ungünstig sei. TSMC hat jedoch ihre Fabriken auf der anderen Seite der Insel. TSMC ist nach Frau H. ökonomisch deutlich mächtiger als als ganz Taiwan. Daher ist die Stadt, in der TSMC den Sitz hat deutlich wichtiger als Taipeh. Zumal der grösste Hafen Taiwans in der gleichen Stadt wie TSMC ist. Da der Plan Hitlers, UK mit der Luftwaffe in die Knie zu zwingen nicht völlig abwegig war kann man sich dies auch bezüglich von Taiwan vorstellen. Denn die Aufklärungsmöglichkeiten der chinesischen Armee sind bestimmt besser als die der Deutschen Wehrmacht. Diese war jedenfalls nicht fähig die englischen Radaranlagen zu zerstören; ebenso nicht die englischen Kampfflugzeuge. Nur ein paar Jahre später konnte England mit 1000 Bombern Städte in Deutschland angreifen. Warum soll also China, bevor es die militärischen Kräfte von Taiwan dezimiert hat, Taiwan mit Infanteristen besetzen wollen ??? China wird, wenn es soweit sein wird, bestimmt genügend Drohnen zur Verfügung haben, um allfällige Soldaten Taiwans, welche die Strände sichern, massiv zu dezimieren. China wird sicher auch die Fähigkeit haben mit ferngesteuerten «Baumaschinen» Befestigungen an den taiwanesischen Stränden zu schleifen. Es gibt in Taiwan bestimmt mehr «Supporter» von China, als es im 2. Weltkrieg solche für Deutschland in UK hatte. Im Parlament hat die taiwanesische Regierung jedenfalls seit den letzten Wahlen keine Mehrheit mehr. Taiwan würde bestimmt als ein Teil von China ökonomisch besser fahren, denn als ein (ökonomischer) Vasall der USA. Denn Apple verdient an einem IPhone deutlich mehr, als die Firmen, welche die Chips herstellen und die Geräte zusammenmontieren.
Die Kapitulation der Japaner gegenüber China ist übrigens von Marschall Chiang Kai-Shek mitunterzeichnet worden. Man kann also nicht behaupten, China sei zur Zeit der Kapitulation nicht mehr existent gewesen. Vor allem dann nicht, wenn man mal einer Partei angehörte, welche bis zu den Ostverträgen von Willy Brandt noch auf Gebiete östlich der Oder-Neisse-Linie erhoben hatte.
Sie unterstellen Frau Ulrike Herrmann Unehrlichkeit (Wolf im Schafspelz) und stellen ihren guten Ruf als ausgewiesene Journalistin in Frage. Das ist rufschädigendes Bashing und ist heute strafrechtlich verfolgbar. Sie sollten darüber nachdenken und sich mal auf anderen Kanälen als bisher schlau machen. Die Vita von Frau Herrmann ist aufschlussreich und kann Ihnen da weiterhelfen.
Gleichzeitig tischen Sie uns Ihr einseitiges Wissen über China auf. Die Fakten sagen das Gegenteil: China hat jahrelang heimlich still und leise mit gestohlenen Innovationen vom Westen seine Wirtschaft aufgebaut und mit der Flut von Billigkopien unsere heimischen Produktionsstätten kaputt gemacht. Damals und leider bis heute gilt bei vielen Konsument:innen «billig ist geil» und man könnte im Rückblick sagen, die Grossverteiler und die Konsument:innen tragen am Verlust der einheimischen Produktionsstätten eine Mitschuld. In anderen Ländern, z.B. Afrika, macht sich China strategisch mit grossen Innovationen z.B. Bau von Eisenbahnlinien etc. unentbehrlich und die Politik und die Menschen dort abhängig. Die grösste Innovation Chinas ist die Realisation der Seidenstrasse. Es ist der ideologische Traum von Xi Jinping, alle Länder dieser Verbindung an China zu binden und ihnen später ihre Machtstrukturen aufzuzwingen. Bei Taiwan ist es nicht anders. Genau wie Putin, will er alte Herrschaftssanprüche durchsetzen und von der florierenden Wirtschaft dieses unabhängigen Staates profitieren und sich einverleiben. Zugeben würden sie dies niemals.
China mit seiner undurchsichtigen Marktwirtschaft und Handel aber auch politisch zeigt deutlich, Präsident Xi Jinping verfolgt die gleichen Ziele wie Trump, Putin und andere autoritäre Machtmänner: Jeder will der «Oberhäuptling» in diesem gefährlichen Spiel sein, ohne Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt.
Sie schreiben leider nicht, was an meinen Thesen genau falsch ist.