31.12.2013 - Stadtspital Triemli

Knocheninfarkt

 

Frage:
Vor gut 9 Wochen musste ich den Meniskus operieren. Seit dieser Zeit habe ich immer starke Schmerzen im Knie und ohne Schmerztabletten gar nicht zum Aushalten. Nach einem MRI stellte der Arzt heute Morgen fest, dass ich einen Knocheninfarkt habe und Wasser im Knochen. Das heisst: Nur noch an Stöcken gehen und das Knie möglichst nicht belasten. Der Heilungsprozess kann bis zu einem halben Jahr dauern. Da ich sehr aktiv und sportlich bin, fällt mir das sehr schwer. Können Sie mir erklären was genau ein Knocheninfarkt ist (noch nie gehört) und was kann ich tun, dass ich trotz allem fit bleibe und den Heilungsprozess fördern kann?

Antwort von Prof. Dr. med. Matthias Becker:

Ein Knocheninfarkt ist wahrscheinlich eine Durchblutungsstörung, sodass es zu lokalisierten Defekten des Knochenstoffwechsels kommen kann. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, d.h. die Knochenneubildung, empfiehlt es sich, die Belastung auf die gewichtstragenden Elemente zu reduzieren. Die Entlastung dauert ca 8-12 Wochen. D.h. bei Belastung sollten keine Schmerzen mehr auftreten. Zudem sollte auch kein Nachtschmerz vorliegen. Bei Andauern einer Nachtschmerzsymptomatik müsste allenfalls eine Algodystrophie ausgeschlossen werden. Entzündungshemmende Medikamente können zur Schmerzlinderung versucht werden. Bei gastrointestinalen Problemen am ehesten nichtsteroidale Antirheumatika.

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