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31.12.2013 - Stadtspital Triemli

Neuropathische Schmerzen

 

Frage:
Am 16.01.2009 hatte ich (69 Jahre) einen Bandscheibenvorfall und wurde am gleichen Tag operiert. Nach der OP hatte ich starke Schmerzen ins rechte Bein/Fuss bis in die Zehenspitzen. Im Sept 2009 wurde ich zum zweiten Mai operiert. Die Schmerzen blieben. Der Arzt erklärte mir, dass sich Narben um den Nerv gebildet hätten, eine weitere OP wäre nicht möglich. Seither versucht ein Neurologe mich von den Schmerzen zu befreien. Mit wenig Erfolg. Ein Nervenstimulator wurde mir einoperiert. Auch kein grosser Erfolg, die starken Schmerzen im Fuss sind geblieben. Jeden Tag schlucke ich 4-5 Zaldiar, 250 mg Lyrica, 1 Nexium, 2 Movicol und Magnesium Tabletten. Sind die Nervenschmerzen im Fuss dennoch extrem stark, benutze ich eine Pfeffersalbe. Wegen den Schmerzen, die immer stärker werden, kann ich nur noch kurze Zeit laufen. Muss ich immer mehr Schmerzmittel einnehmen, um einigermassen leben zu können? Gibt es da keine andere Lösung? Kann man diese Narben, die auf den Nerv drücken, nicht beseitigen? In Behandlung bin ich in der St. Anna-Klinik Luzern (Hirslanden). Soll ich mich anderswo untersuchen/beraten lassen? Was raten Sie mir?

Antwort von Prof. Dr. med. Robert Theiler:
Offenbar leiden Sie an neuropathischen Schmerzen nach mehreren Eingriffen. Um die genaue Ausdehnung der bindegewebigen Veränderungen darzustellen müsste man eine Myelo-CT Untersuchung durchführen. Danach könnten gezielt einzelne Nervenwurzeln anästhesisert werden. Ich empfehle Ihnen, sich an ein interdisziplinäres Schmerz-Zentrum mit Rheumatologie, Anästhesie und Schmerztherapie zu wenden. Zudem sollten sämtliche Verfahren der physikalischen Schmerztherapie ausgeschöpft werden. Natürlich kann sie Ihr behandelnder Arzt auch der Schmerzsprechstunde des Rheuma-Ambulatoriums zuweisen.

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