FrontDigitalDie Digitalisierung verändert unser Leben

Die Digitalisierung verändert unser Leben

Unser Leben, unsere Arbeit, die ganze Welt wird digitalisiert. Was bedeutet  das für uns alle? In einem Fabrikgespräch zeigten zwei Spezialisten, was uns die Zukunft bringt.
Die Digitalisierung verändert nicht nur unseren täglichen Alltag, sondern die  Arbeit und die Arbeitsplätze. Was bedeutet dies für Unternehmer? Welche Risiken lauern? Wie verändert die 4. Industrielle Revolution den Schweizer Werk- und Denkplatz?

Darüber diskutierten am 50. Fabrikgespräch der Firma Maxon in Sachseln Stephan Sigrist, Gründer und Leiter des Think Tanks W.I.R.E., und Peter Sany, Ceo des TM Forums, einem Industrieverband von über 900 Unternehmen aus 70 Ländern.

Maxon ist die Firma, die für das Marsauto die Motoren herstellte.

Peter Sany wies

im vom Kommunikationsberater Martin Zenhäusern geleiteten Gespräch darauf hin, dass unser Schulsystem das beste ist, dass wir uns aber meistens verstecken, wenn es darum geht, eigene Ideen und Erfindungen weltweit umzusetzen. Der Appetit und der Druck sei nicht gross genug. „Die Schweiz, die eigene Wege finden muss, hat eine unheimliche Kraft“, erklärte Sany. Wichtig sei es, diszipliniert weiter zu arbeiten. Es ist Zeit, die digitale Transformation der Unternehmer zu beschleunigen.

Stephan Sigrist sieht in der Schweiz grosse Chancen. Kein Weg führe an der Digitalisierung vorbei. Jeder müsse dauernd Neues lernen.

Die Diskusionsrunde fand, dass beispielsweise die selbstfahrenden Autos unser ganzes Verkehrssystem verändern werden. Künftig wird die Bevölkerung vom hintersten Ort her innert kurzer Zeit mit einem Smartphone einen Wagen bestellen und ans Zielort fahren können. Oder die bestellten Waren würden sofort vom Einkaufszentrum ins Haus geliefert. Es könnte sein, dass es dann keine Haltestellen, Busse und Postautos mehr braucht.

Für die alten Menschen könnten schöne Zeiten anbrechen, wenn sie bereit sind, für die Digitalisierung Interesse zu zeigen. Man werde länger in der eigenen Wohnung leben können und müsse nicht sofort ins Altersheim zügeln.

Das könnte dann so aussehen: Im Boden versenkte Sensoren würden sofort Alarm auslösen, wenn man umfällt und auf dem Boden liegen bleibt. Mit Hilfe von  Überwachsungskameras in der Wohnung  können die alten Menschen beobachtet werden und Sensoren würden sofort melden, wenn die Gefahr besteht, dass jemand einige Zeit nichts mehr isst. Roboter würden einige Arbeiten abnehmen, doch sie müssten sympathisch und freundlich sein.

Die Datenmenge werde weltweit enorm zunehmen. Die Speicherkapazität wachse schneller als die Prozessoren. Man werde aber kaum genügend Zeit finden, all die Daten zu verarbeiten. Die Zusammenarbeit unter der Bevölkerung werde zunehmen. Sie sei der Kraftstoff der Zukunft.

Man werde nicht nur einen Beruf lernen und jahrelang für eine Firma arbeiten, sondern in verschiedenen Berufen für verschiedene Firmen in verschiedenen Länder tätig sein.

Und die Angst vor den neuen Geräten können alte Menschen am besten überwinden, wenn ihnen die Enkel die Handhabung beibringen.
Bilder: Josef Ritler

Vorheriger ArtikelVerona in Basel
Nächster ArtikelAutonom bis ins hohe Alter

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Artikel