FrontDigitalDie neue Art, Musik zu hören

Die neue Art, Musik zu hören

Streaming bedeutet, dass Medieninhalte (Filme oder Musik) direkt über das Internet abgespielt werden. Bekannte Video-Streamingdienste sind Netflix, Amazon Video und Apple TV, sie bieten Filme und Serien an. Vergleichbare Angebote gibt es auch für das Abspielen von Musik und hier heisst der wohl bekannteste Anbieter Spotify.

Nachdem jahrzehntelang Musik auf “echten” Tonträgern wie Schallplatten und CDs vertrieben wurde, gab es Anfang der 2000er eine kleine Revolution in der Musikwelt: die MP3-Datei etablierte sich. Einzelne Lieder und Alben wurden fortan auch rein digital veröffentlicht und konnten direkt aus dem Internet heruntergeladen werden. Statt einer Platte oder CD, die man ins Regal stellen konnte, gab es nun die Möglichkeit, Musiktitel in Form von Dateien auf dem Computer zu sammeln. Nach wenigen Jahren überholten die digitalen Downloads tatsächlich die CD-Verkäufe. Massgeblich daran beteiligt waren auch die MP3-Player, kleine tragbare Abspielgeräte, die tausende von Titeln speichern konnten.

Doch auch die MP3-Datei war nur ein Zwischenschritt in der Musikrevolution. Denn seit einigen Jahren dominiert das Streaming den Musikmarkt. Die Neuheit: Musiktitel werden heute gar nicht mehr gekauft und besessen, sondern sie werden nur noch bei Bedarf (Fachbegriff: “on demand”) aus dem Internet abgespielt. Die Lieder sind auf diese Weise zwar immer und überall verfügbar, gehören dem Nutzer aber nicht mehr. Verschiedene Streaming-Anbieter bieten Zugriff auf Millionen von Musik-Titeln, einer der grössten Anbieter heisst Spotify. Alle neuen Alben und Lieder von fast allen bekannten Künstlern werden dort veröffentlicht und sind sofort anhörbar. Man kann sich sogar eigene Listen mit Lieblingsliedern zusammenstellen.

Monatliche Gebühr für werbefreies Hören

Gezahlt wird heute also nicht mehr einzeln für die Titel oder Alben, die man anhören möchte, sondern monatlich pauschal für den Zugang zu allen Titeln, die es gibt. Man kann dann hören was man möchte und soviel man möchte. Die Interpreten erhalten dafür Lizenzgebühren von den Streaming-Anbietern. Bei Spotify kann man (im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern) sogar kostenfrei Musik hören, allerdings werden die Lieder dann regelmässig durch Werbung unterbrochen und man kann keine eigenen Listen zusammenstellen. Ganz ähnlich wie im Radio.

Wie funktioniert es?

Um Musik-Streaming-Dienste) nutzen zu können, müssen Sie sich anmelden und ein Nutzerkonto anlegen. Den Zugriff auf die Musik gibt es dann entweder über die Internetseite, über ein spezielles Programm für Computer (Windows und Apple) oder, besonders praktisch, eine App fürs Smartphone oder Tablet. Ganz wichtig: Da alle Musiktitel “gestreamt” werden, benötigt man in der Regel immer eine Internetverbindung zum Abspielen. Ausnahme: In der kostenpflichtigen Variante von Spotify ist es möglich, ausgewählte Lieder offline (ohne Internet) verfügbar zu machen, sodass man zukünftig zum Abspielen dieser Lieder keine Internetverbindung mehr braucht. Das ist vor allem dann interessant, wenn man unterwegs auf dem Smartphone Musik hören möchte, weil dann kein mobiles Datenvolumen mehr verbraucht wird. Ein solches Musik-Abo kostet weniger als 10 Franken pro Monat und bietet Zugriff auf viele Millionen Titel aus allen erdenklichen Genres und Jahrzehnten. Sie werden dort die Beatles genauso finden wie Lady Gaga, Disco genauso wie Schlager und Klassik.

Andere Anbieter, die mit Spotify um den Musik-Streaming-Markt konkurrieren, sind zum Beispiel Apple Music, Google Play Music, Amazon Prime Music und Deezer.


Dieser Beitrag wurde bereitgestellt von unserem Kooperationspartner Levato. Weitere Hilfestellungen zu Computer, Internet und Smartphone finden Sie auf www.levato.de.

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3 Kommentare

  1. Neuer Auftritt: Sehr gut !! Besten Dank !

    Häufiges Problem : Man möchte ein kostenpflichtiges Abo kündigen und weiss nicht wie.
    Ich werde nur noch abonnieren, wenn ich zuvor für den Notfall (Alter, Anleitung z.H. des Vorsorgeauftrags für Dritte, u.s.w.) die genauen Schritte für die (sichere !?) «Kündigungsmethode» kenne. Wäre es nicht eine nützliche Information, zu jeder der heute so vielen schnell empfohlenen Dienste, auch die Kündigungsmanipulationen (nicht nur die Bedingungen) anzugeben ? Z.B. bei Spotify s.o. .
    Für die Kenntnisnahme vielen Dank und mit hoffnungsvollem Gruss, Jürg Nussbaumer.

  2. Hallo Herr Nußbaumer,

    die Struktur der verschiedenen Abos ist leider von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Die Schritte zur Kündigung, die Einhaltung der Fristen und auch die typischen Tricks der jeweiligen Abos und Verträge im Internet sind ein riesiger Dschungel, in dem es ständig zu neuen Entwicklungen kommt. Allgemein gültige hilfreiche und sehr spezifische Hinweise zu geben, das ist sehr schwierig. Ich verstehe aber vollkommen Ihre Anfrage und den allgemeinen Bedarf an Information hierzu! Wir wollen schauen, ob wir in Zukunft mit Levato hierzu einen guten Artikel zaubern können.

    Andreas Dautermann / http://www.levato.de

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