FrontDigitalE-Banking-Betrüger bei PostFinance am Werk

E-Banking-Betrüger bei PostFinance am Werk

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor E-Banking-Betrügern bei PostFinance. Die Betrüger nutzen dafür Google-Anzeigen.

Die Kantonspolizei Zürich beschreibt die Masche der Betrüger wie folgt: Beim Versuch, sich via Google im PostFinance Konto einzuloggen, erscheint plötzlich die Meldung auf dem Bildschirm: «Aufgrund verdächtiger Aktivitäten wurde Ihr Konto gesperrt. Bitte wenden Sie sich umgehend an unseren Kundensupport. +41 44 586 xxxx Fehlercode – PF401». Ruf man zurück, nimmt tatsächlich jemand das Telefon ab. Aber Achtung – es sind Betrüger – nicht Mitarbeiter von PostFinance.

Die Betrugsmasche

Ruft man die angegebene CH-Telefonnummer an, so nimmt tatsächlich jemand ab. Es handelt sich allerdings nicht um offizielle Mitarbeiter von PostFinance, sondern um ein Callcenter der Betrüger.

Der Callcenter-Mitarbeiter der Betrüger bietet an, dem Opfer mittels Fernwartung behilflich zu sein. Dazu lotst er das Opfer auf eine Support-Webseite, von der das Opfer dann eine Fernwartungssoftware herunterladen und installieren soll.

Der vermeintliche Mitarbeiter übernimmt die Steuerung des PC und richtet angeblich zu Testzwecken ein Bitcoin Konto ein, auf das er dann Geld des Opfers überweist.

Was muss ich tun?

Haben Sie eine solche betrügerische Meldung auf Ihrem Bildschirm erhalten, rät die Polizei zu folgendem Vorgehen:

  • Tippen Sie von Hand die Webadresse von Postfinance “www.postfinance.ch” direkt im Browserfenster ein (NICHT im Google Suchfenster)
  • Vermeiden Sie das Eintippen von “Postfinance” im Google Suchfenster. Weil: Die Betrüger schalten Anzeigen bei Google, die zuoberst bei der Suche angezeigt werden. Klicken Sie auf dieses Suchresultat, so werden Sie zu den betrügerischen Webseiten umgeleitet
  • Kontrollieren Sie, ob im Browser wirklich «https://www.postfinance.ch/ steht und NICHTS anderes
  • Melden Sie der Polizei unbedingt die angezeigte Telefonnummer

Strafanzeige erstatten und PC neu aufsetzen

Wenn Sie Ihre Daten schon eingegeben haben und betrogen wurden, dann empfiehlt die Polizei folgendes Vorgehen:

  • Melden Sie sich umgehend bei PostFinance per Telefon. Nutzen Sie dazu die Möglichkeiten unter Kontakt und Support.
  • Erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer lokalen Polizeistation
  • Nach Abschluss der Beweissicherung müssen Sie sich den Computer neu aufsetzen lassen. Nur so sind Sie sicher, dass keine Schadsoftware auf Ihrem Computer installiert worden ist

Wie die Polizei weiter schreibt, werden Telefonnummern, die der Polizei gemeldet werden, beim entsprechenden Telefonanbieter umgehend gesperrt. Bei diesen Telefonnummern handelt es sich um Nummern, die von Skype vergeben werden. Sollten Sie von jemandem Fremden gebeten werden, eine Skype-Telefonnummer einzurichten, rät die Polizei, dies zu verweigern. Es könnte sich um einen Betrüger handeln.

 

 

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