31.12.2013 - Stadtspital Triemli

Finanzierung dringender Zahnoperation

 

Frage:
Ich habe vor ca. 10 Jahren ein Implantat im Unterkiefer und eine Prothese im Oberkiefer machen lassen. Diese schmerzten mich sehr und ich wollte den behandelnden Arzt bitten, mir diese Implantate wieder rauszunehmen. Dieser Arzt, so habe ich in der Zwischenzeit erfahren, hat sehr viele Patienten katastrophal behandelt und etliche litten im Nachhinein unter grossen Schmerzen. Diese Tatsache lässt sich durch Röntgenbilder und Krankheitsgeschichten, die meiner behandelnden Zahnärztin bekannt sind, belegen. Dieser Arzt ist nun nicht mehr in der Schweiz und seriöse Recherchen haben zu absolut keinem Hinweis auf seinen Aufenthalt geführt. Nun sind meine Schmerzen mittlerweile derart heftig, dass ich grosse Mühe beim Sprechen habe und der ganze Unterkiefer vereitert und entzündet ist. Finanziell bin ich nicht auf Rosen gebettet und kann mir eine Operation, eine neue Prothese oder ein Implantat niemals leisten. Da der Zustand laut den Aussagen meines Zahnarztes besorgniserregend ist, müsste ich mein bestehendes Implantat im Unterkiefer sofort entfernen, eine neue entsprechende Prothese und in der Folge natürlich auch eine neue Prothese im Oberkiefer machen lassen. Ich lebe nicht auf dem Existenzminimum, aber so eine Behandlung könnte ich mir niemals leisten. (Ich bin IV-Bezüger und muss ab Ende 2012 mit einer AHV-Rente von Fr 1850.- auskommen. Bis dahin kann ich aber nicht warten, da die Schmerzen zu gross geworden sind. Meine Frage an Sie, sehr geehrte Damen und Herren, gibt es eine Möglichkeit, dass die Krankenkasse für diese Kosten aufkommen müsste? Oder muss ich mich an eine andere Institution wenden, wo ich eine Kostengutsprache erhalten könnte?

Antwort von Stadtspital Waid 2:

Zahnschäden werden in aller Regel nicht von den Krankenkassen gedeckt.
Da Sie aber effektiven Behandlungsbedarf haben (Schmerzen, Entzündungen), sollte meines Erachtens mit einer Sanierung nicht zugewartet werden.
Die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV übernehmen auch Zahnbehandlungskosten, wenn die Versorgung einfach und zweckmässig ist.
Wenden Sie sich an den Sozialdienst Ihrer Gemeinde, welcher Sie beraten kann in Bezug auf Kostenübernahme via Ergänzungsleistungen.
In der Stadt Zürich ist dies das Amt für Zusatzleistungen: www.stadt-zuerich.ch/zusatzleistungen. Hier finden Sie viele Informationen.
Als weitere Anlaufstelle wäre auch geeignet die Klinik für Alters- und Behindertenzahnmedizin der Universität Zürich. Diese ZahnärztInnen haben viel Erfahrung im Umgang mit finanziell nicht auf Rosen gebetteten PatientInnen. www.zzm.uzh.ch/kfs-kab/
Wie auch immer – ich glaube, so wie Sie die Situation geschildert haben, ist Handlungsbedarf angezeigt – Sie brauchen dringend eine Sanierung. Ich bin überzeugt, es findet sich eine Lösung.

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