StartseiteMagazinGesundheitStarke Blähungen direkt nach dem Essen

Starke Blähungen direkt nach dem Essen

Seniorweb Experten Stadtspital Triemli
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Frage:
Ein 70-jähriger Bekannter hat seit einigen Jahren/Monaten eine Tendenz zu andauernden Blähungen (Rumpeln/Druck im Darm) nach jedem Essen. Im schlimmen Fall kann sich fast Durchfall einstellen. Seine derzeitigen täglichen Essgewohnheiten sind: Frühstück: Kornbrot mit Butter/Konfitüre/Schwarztee, evtl. Joghurt; Mittagessen: Fleisch/Quorn/Gemüse/Kartoffeln-Teigwaren-Reis-Mais, Auflauf etc.; Abendessen: Grundsätzlich wenig, Resten, Käse, Schinken, Aufschnitt mit wenig Brot. Er hat das Gefühl, dass ihn – zu seinem Leidwesen – Früchte (auch in Konfitüre oder Säften/Joghurt) im Magen zu stark anregen. Vor ca. 20 Jahren wurde meinem Bekannten die Gallenblase entfernt. Er war immer und ist immer noch fit, normalgewichtig (179cm – 74 kg) und kannte diese Beschwerden früher nicht. Was könnte er unternehmen um seine Verdauungsfunktionen wieder in normale Bahnen zu lenken? Wie kann er sein Problem lösen? Mit einer Umstellung seiner, wie er meint, „normalen“ Essgewohnheiten? Er nimmt täglich pradif t400.

Antwort von Monica Rechsteiner:
Die Probleme Ihres Bekannten mit Blähungen bis hin zu Durchfall können vielfältige Ursachen haben. Diese sind mit Ihren Angaben nicht so einfach herauszufinden. Um die Funktionsfähigkeit des Darmes für die Kohlenhydratverdauung (Milchzucker oder Fruchtzucker) überprüfen zu können, kann zum Beispiel ein Atemtest vorgenommen werden. Das Resultat könnte eine Umstellung der Ernährung zur Folge haben. Sie erwähnen noch die Entfernung der Gallenblase vor 20 Jahren. Sehr selten entstehen dadurch Verdauungsprobleme wie Sie beschreiben. Aber auch da gilt, dass Essen und Stuhlgewohnheiten genau erfragt werden müssen, um eine Verhaltensänderung zu empfehlen. Um allfällige Gründe genauer abzuklären, empfehlen wir Ihnen einen Besuch bei einer Ernährungsberaterin oder einem Gastroenterologen. Dort können konkrete Fragen betreffend Stuhl und Ernährung gestellt werden. Aus den Angaben kann eine entsprechende Therapie abgeleitet werden, welche durchaus eine Ernährungsumstellung zur Folge haben könnte. „Normale“ Essgewohnheiten im eigentlichen Sinn können kaum definiert werden. Eher sind damit Traditionen gemeint, welche weitergeführt werden. Oft ist auch darin enthalten, dass die einzelnen Nährstoffe damit abgedeckt. In diesem Sinne entspricht die Ernährung Ihres Bekannten einer normalen Ernährung und kann auch so weitergeführt werden.

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