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Digitaler Frühjahrsputz

Tipps, wie Sie zum Frühjahresbeginn Handy und Computer bereinigen und wieder flott machen.

Das erste Aufblühen der Natur hat begonnen, der Frühling ist da! Nun will nicht nur das Haus geputzt sowie der Garten gepflegt und auf die Saison vorbereitet werden, sondern auch die digitalen Geräte können einen virtuellen Frühjahrsputz vertragen. Die folgenden Tipps zeigen Ihnen sowohl für den Computer als auch für das Handy, wie man eine Bereinigung und eine Beschleunigung erwirken kann. Das beste daran: Für alle Vorhaben werden keine kostenpflichtigen Programme benötigt. Wir leiten Sie durch den digitalen Frühjahrsputz! 

1. Langsames Handy beschleunigen

Es gibt zwei Hauptgründe, warum ein Handy langsam wird:

1) Zu viele Apps laufen im Hintergrund und belasten durchgehend den Prozessor. Dadurch ist dann nicht mehr genügend Leistung für die App im Vordergrund verfügbar, also die App, die Sie gerade bedienen wollen. Durch das Schließen aller Apps im Hintergrund kann diese Situation bei einigen Geräten wahre Wunder wirken. Die aktiven Apps werden übrigens auch alle geschlossen, wenn Sie Ihr Handy einmal komplett neu starten.

2) Der Speicher, also sozusagen die Festplatte des Handys ist zu voll. Wie am Computer auch, bewirkt eine Festplatte, auf der weniger als 10% frei sind, dass das Gerät langsamer wird. Beim Computer ist der Speicher aber so gross, dass man äusserst selten eine Festplatte sieht, die zu 90% voll ist. Auf den Handys kommt es aber (aufgrund des kleineren Speichers) sehr viel schneller dazu, dass der Speicher zu 90% voll ist. Dann wird das Gerät immer langsamer und schlussendlich kann man nicht mal mehr ein Foto machen oder eine WhatsApp-Nachricht empfangen, weil der Speicher zu voll ist. Auch Updates können dann nicht mehr installiert werden. Nahezu alle iPhones haben im Laufe der Jahre damit zu kämpfen, aber auch einige Android-Geräte. Fast immer ist die Ursache für den vollen Speicher: zu viele Fotos und Videos. Die Apps sind nicht die Ursache, sie verbrauchen nur wenig Speicherplatz. Wenn also die Fotos und Videos ausgelagert werden, am besten auf eine Internet-Festplatte (“Cloud”), dann ist geschwind und völlig unkompliziert das Handy wieder flott und der Speicher wieder frei. Eine sehr nützliche App, mit der Sie alle Ihre Fotos kostenfrei in die Cloud verlagern können, ist Google Fotos.

2. Computer ausmisten

Nicht selten hat man in der Vergangenheit versehentlich einige Programme installiert, die man gar nicht braucht und die vielleicht sogar mit ständigen (Werbe-) Einblendungen nerven. Denn beim Installieren von Programmen laden sich manchmal kleine “Huckepack”-Programme auf den Computer: Man installiert das gewünschte Programm Nr. 1, gleichzeitig werden im Huckepack-Verfahren noch die unerwünschten Programme Nr. 2 und Nr. 3 installiert. Denn durch versteckte kleine Haken, die bereits aktiviert sind, bekommt man während der Installation nicht selten gleich mehrere weitere Programme untergejubelt. Und später wundert man sich dann, woher diese Programme kommen, und kann sich nicht daran erinnern, diese je installiert zu haben. Kontrollieren Sie in der Systemsteuerung in der Übersicht Ihrer installierten Programme, ob dort am gleichen Tag, an dem Sie ein Programm installiert haben, noch weitere unbekannte Anwendungen hinzugekommen sind. Aber Vorsicht: Löschen Sie auch nicht einfach jedes Ihnen unbekannte Programm. Manche Anwendungen mit teils seltsamen Namen werden vom Computer benötigt, auch wenn man noch nie von Ihnen gehört hat. Bevor Sie ein Programm löschen, können Sie in einer Suchmaschine nach dem Zweck der Anwendung suchen, um sich abzusichern.

3. Turbo auf dem PC

Die Natur blüht auf, die Pflanzen wachsen rasant und auch der Mensch spürt die Energie der Sonne und des Frühlings. Es ist, als würde alles ein wenig fitter und spritziger ablaufen. Da darf der Computer gerne nachziehen und ebenfalls den Turbo anwerfen! Jeder Windows-Computer hat sogenannte Energiespareinstellungen, fast so etwas wie der Winterschlaf. Diese Energiespareinstellungen sind oft automatisch aktiviert und helfen den Laptops, eine längere Laufzeit zu erreichen, wenn mal keine Steckdose in der Nähe ist. (Apple-Computer haben keine solch verlangsamende Energiespareinstellungen, von denen sie befreit werden müssten.) Da die meisten Windows-Computer aber 90% der Zeit an der Steckdose angeschlossen sind, können diese Energiespareinstellungen ausgeschaltet werden. Das wirkt auf den Computer wie der Frühling auf den Menschen: Alles geht einen Schritt leichter und rasanter von statten.

Das Aktivieren des Turbos geht bei den meisten Computern sehr einfach. In dem Bereich ganz rechts unten auf dem Bildschirm, in der Nähe der Uhrzeit, befindet sich ein kleines Stecker-ähnliches Symbol. Es sieht aus wie ein Stromstecker. Manchmal ist es auch das Symbol einer Batterie. Wenn man auf das Symbol klickt, und zwar mit einem einfachen Linksklick, dann erscheint ein kleines Fenster.

Falls bei Ihnen keines dieser Symbole vorhanden ist, dann gehen Sie bitte in die Systemsteuerung und klicken Sie dort auf „Energieoptionen“. In diesem Fenster gibt es den Punkt „Weitere Energieoptionen“. Klicken Sie bitte hier darauf. Es öffnet sich ein neues Fenster. Hier finden Sie die verschiedenen “Gänge” des Prozessors. Suchen Sie hier den Punkt „Höchstleistung“. Eventuell verbirgt er sich hinter dem Schriftzug „Weitere Energiesparpläne einblenden“. Mit einem Klick auf „Höchstleistung“ haben Sie den Turbo aktiviert. Von nun an fährt der Prozessor unter Vollast, er wird ohne Rücksicht auf die Akkulaufzeit mit voller Prozessorgeschwindigkeit arbeiten. Das macht sich beim Arbeiten mit dem Computer positiv bemerkbar, er reagiert flotter.

Dieser Beitrag wurde bereitgestellt von unserem Kooperationspartner Levato. Weitere Hilfestellungen zu Computer, Internet und Smartphone finden Sie auf www.levato.de.