FrontKulturFumetto 2020 wegen Corona abgesagt

Fumetto 2020 wegen Corona abgesagt

Eigentlich hätte das diesjährige Fumetto – Internationales Comic-Festival unter dem Motto «vernetzt – networking» in Luzern stattfinden sollen. Wegen dem Coronavirus wurde es abgesagt.

Die Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt sind untröstlich. Mit dem Coronavirus haben sie nicht gerechnet. Man hatte 50’000 Zuschauer erwartet. Jetzt ist das nächste Festival vom 20. bis 28. März 2021 geplant.

Jeden Frühling präsentieren sich in Luzern während neun Tagen die wichtigsten Comic-Künstler der Welt wie auch junge Talente. Sie zeigen ihre Werke in den rund 10 Haupt- sowie 40 Satelliten-Ausstellungen und im Rahmenprogramm mit Lesungen, Workshops, Performances, Filme und Partys. Die Ausstellungsorte sind über die Stadt Luzern und Agglomeration verteilt.

Fumetto hat sich in seiner bald 29-jährigen Geschichte vom kleinen, regionalen Event zu einem der wichtigsten internationalen Comicfestivals in Europa entwickelt. Heute ist es eine der bedeutendsten  Plattformen der Kunstform Comic.

Andreas Gefe “Not a New York Story”

1992 ins Leben gerufen, richtete sich Fumetto zu Gründerzeiten an die Jugend und Kunststudierenden. Bereits in der ersten Ausgabe wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Tradition, die sich in der Entwicklung des Festivals als wichtiger Programmpunkt gehalten hat.

Bereits 1995 wurden bedeutende internationale Comic-KüstlerInnen am Festival ausgestellt. Der Anlass wurde immer grösser. Ab 2003 präsentierte sich Fumetto unter dem Namen Fumetto – Internationales Comic-Festival Luzern und dauert jeweils volle neun Tage an.


Leonie Rösler “Wen kratzt AVA”

Das Festival konzentriert sich darauf, künstlerisch anspruchsvolle Comics zu zeigen und andere Kunstrichtungen wie Zeichnen, Illustration, Bildende Kunst, Grafik, Performance und Animation einzubeziehen. Gezeigt werden die wichtigsten Comic-KünstlerInnen der Welt, junge Talente und die aktuellen mannigfaltigen Strömungen der Kunstform Comic.  Das Festival arbeitet mit führenden Kulturinstitutionen, Kunstgalerien und Offspaces zusammen sowie mit städtischen Bibliotheken, Cafés und Hotels. Mit dem Fokus auf Ausstellungen und Vermittlung von Comic steht die Kunst im Vordergrund und verfolgt keinerlei kommerzielle Ziele.

Folgende KünstlerInnen waren dabei: Simon Hanselmann, Nathalie Djurberg & Hans Berg, Ampel-Magazin, No tan parecidos (Powerpaola & Pablo Besse), Jazmín Varela, Pablo Boffelli (Feli Punch), Roberta di Paolo, Nacha Vollenweider, Javier Velasco, Un Faulduo, Martin Vitaliti, El Don Guillermo, Aude Picault, Maurane Mazars, Ilan Manouach und viele mehr.


Emil Ferris, US-Artist in Residence

Dieses Jahr wurden die Comic-Stipendien der Deutschschweizer Städte Basel (Christoph Merian Stiftung), Luzern und Zürich zum 7. Mal ausgeschrieben. Wie die Kommunikationsabteilung der Stadt Luzern mitteilt, geht das Hauptstipendium an Andreas Gefe (Zürich) für das Projekt «Not a New York Love Stoy», welches er mit dem Comic Szenaristen Julian Vljo umsetzt. Im Zentrum dieser Geschichte steht ein um seine Lebensgefährtin trauernder Mann, der die Erlebnisse und die gemeinsame Vergangenheit zu bewältigen sucht. Die Geschichte lässt Andreas Gefe sehr viel Raum, seine zeichnerische Ausdrucksweise weiter zu entwickeln. Das Thema ist emotional, universell und zeichnet sich durch grosszügige, stimmungsvolle Bilder aus.

Das Förderungsstipendium geht an Leoie Rösler für ihr Projekt «Wen kratzt AVA». Die Jury fand, sie habe mit viel Feingefühl, Witz, Ironie und durch Verfremdung der Protagonistinnen und Protagonisten das Heranwachsen ihrer Schwester gezeichnet. Der Comic erzählt die Schlüsselmomente von Avas Leben: von der Geburt über die Schulzeit bis hin zur gescheiterten Aufnahme ins Gymnasium. Doch am Ende kommt irgendwie alles gut.

21 Comic-Künstlerinnen und Künstler hatten sich um die Stipendien beworben.

 Bilder: Fumetto

Beitragsbild: Nathalie Djurberg und Hans Berg

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