Unter dem Signum „Swiss Baroque Festivals“ firmiert eine verschworene Gemeinschaft von Musizierenden, die sich mit spiritueller Leidenschaft der Barockmusik verschrieben hat und auch diesen Sommer wieder in idyllischer Umgebung zum Stelldichein einlädt.
„Bleiben Sie zu Hause!“ Die markigen Empfehlungen des Bundesrates hallen in unseren Ohren nach und gelten in aufgelockerter Form nach wie vor, zumindest, was die Auslandreisen betrifft. Es scheint, dass eine Mehrzahl der Bevölkerung sich dies zu Herzen nimmt, in der Schweiz bleibt und damit auch dem gebeutelten einheimischen Tourismus unter die Arme greift.

Weshalb also nicht die Neugier über die zahlreichen und sympathischen Angebote der „Grand Tour der Barockmusik“ durch Graubünden, Uri und Lichtenstein stillen? Vom 31. Juli – 16. August finden im dritten Sommer in erlesenen Kirchlein, Herrschaftshäusern und pittoresken Augenweiden 16 Konzerte statt, beginnend im lichtensteinischen Balzers und endend nach einer Wegreise von 400 km. im urnerischen Bürglen. Der Eintritt inkl. einem nachfolgenden Apéro riche mit preisgekrönten Schweizer Weinen und regionalen Qualitätsprodukten ist nach eigenem Gutdünken den Besuchenden anheimgestellt.
Wo musiziert wird, lass dich ruhig nieder: virtuose Kammermusik für Gäste und Einheimische

Im
Dieses wunderbar harmonierende Duo ist mit inspirierender Barockliteratur aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu erleben. Hören Sie eine der ersten einsätzigen Sonaten von Dario Castello, die er „in stilo moderne” komponiert hat. Verfolgen Sie mit, wie sich bereits 50 Jahre später die Mode schon wieder gewandelt hat und genießen Sie Arcangelo Corellis virtuose Musik. Die Besetzung mit verschiedenen Lauteninstrumente und Blockflöten erlaubt eine nuancenreiche Palette an Klängen, um diese faszinierenden Werke zum Leben zu erwecken. Eine Wiederholung ist auf den 6. August im romanischen Kirchlein 
Die Blockflötensonaten von Giuseppe Sammartini sind hochvirtuose Originalwerke für Blockflöte und basso continuo für den professionellen Spieler der damaligen Zeit. Sammartini hat diese Werke wahrscheinlich schon vor seiner Zeit in England in Italien komponiert. Im Vergleich zu seinen gedruckten Werken für Traversflöte sind die Blockflötensonaten ausladender, virtuoser und origineller, Sammartini musste sich also keinem Käuferkreis anpassen, sondern komponierte wie es ihm beliebte. Sein Stil ist verblüffend originell. Am 8. August auch in Ftan, am 12. August in der Kirche St. Luzi in Lain/Lenzerheide und am 14. August in Waltensburg im Angebot.