Werden Privatpersonen und vor allem ältere Personen von Cyberangriffen betroffen, kann dies gravierende Folgen haben. Doch solche Angriffe können mit gezielten Massnahmen abgewehrt werden,
Das Internet hat unbestritten riesige Vorteile. Heute gibt es immer weniger Dienstleistungen oder Aktivitäten, die noch ohne Internet funktionieren, oftmals sehr zum Verdruss der Beteiligten. Den grossen Vorteilen des Internets stehen aber auch fast so viele leider negative Eigenschaften gegenüber, denn das Internet kann von kriminellen Kräften ebenso intensiv genutzt werden, wie dies bei den Benützern der Fall ist. Das Internet bietet Cyber-Kriminellen die Möglichkeit, dieses für ihre Zwecke zu missbrauchen, und diese Möglichkeiten sind zudem oft nur schwer zu erkennen.
Dank KI-Stimme noch bessere Täuschung
Angegriffen werden heute nicht nur Unternehmen, sondern immer mehr auch ältere Personen, die oft mit den modernen Kommunikationsmitteln nicht so vertraut sind wie die jüngere Generation. Bei diesen Angriffen scheuen die Betrüger of keinen Aufwand, um mit fiesen Mitteln – vor allem Telefonanrufen – ältere Personen in arge Schwierigkeiten zu bringen. Schockanrufe mit denen ältere Personen in Bedrängnis geraten, weil der oder die Anrufer erzählen, dass eine nahestehende Person einen schweren Unfall erlitten habe und sofort Hilfe brauche, nahmen in jüngster Zeit in erschreckendem Masse zu.
Vor allem alte Menschen werden von Telefonbetrügern heimgesucht. Foto: Sabine van Erp
Mittels Künstlicher Intelligenz (KI) können heute solche Anrufe täuschend echt gestaltet werden und die angerufene Person in Panik versetzen. Und genau in einem solchen Zustand werden dann unüberlegte Handlungen wie Geldübergabe, oder Angaben von Kontonummern unternommen, die in einer normalen Situation niemals getätigt würden. Dass die Polizei Geld oder Wertsachen abholt, um sie in Sicherheit zu bringen, weil man den Betroffenen vorgaukelte seine Vermögenswerte seien nicht mehr sicher, findet nie statt, das betont die Polizei immer wieder.
«Sie haben gewonnen!»
Eine weitere fiese Masche ist Seniorinnen und Senioren mitzuteilen, sie hätten in einem Gewinnspiel gewonnen. Aber zur Abwicklung der Gewinnauszahlung sei eine vorherige Geldüberweisung notwendig. Vorsicht ist auch geboten, wenn ein Anrufer mitteilt die Bankkonten der angerufenen Person seien nicht mehr sicher und müssten geändert werden. Keine Bank und keine Behörde machen solche Mitteilungen! Bei all diesen Versuchen, vor allem ältere Personen in Schwierigkeiten zu bringen, ist es enorm wichtig, äusserst misstrauisch zu sein. Doch das ist – vor allem wenn man unter Druck gesetzt wird – nicht immer einfach.
Bei Verdacht Polizei informieren
Ein probates Mittel ist der sofortige Abbruch des Telefongespräches und eine anschliessende Meldung bei der Polizei. Wichtig ist, dass man persönliche Daten niemals preisgibt, also Informationen über die finanzielle Situation, spezielle Lebensumstände oder Bankverbindungen.
Seniorinnen und Senioren die gut informiert sind, können sich besser gegen Betrug schützen und im Falle eines Betruges schnell und gezielt reagieren. Durch eine umfassende Aufklärung und Schulung können ältere Menschen lernen, potentielle Betrugsversuche zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. In Kursen und Vorträgen wie sie beispielsweise von IT-helfer in Niederglatt und Philanthrop GmbH gemeinsam angeboten werden, können sich ältere Personen mit den Herausforderungen von Cyber-Attacken vertraut machen.
Beratung oder Referate gibt es in der zweiten Jahreshälfte bei der Kaffeerösterei Bleu du monde, Dielsdorf, veranstaltet von computerkurse.me und IT-helfer.ch
Auch das Lerncenter von Seniorweb bietet Kurse zu digitaler Kompetenz an und das Seniorweb-Magazin veröffentlicht Beiträge dazu. Die Digitalisierung verändert unseren Alltag stetig, umso wichtiger ist es, sicher und selbstbewusst damit umzugehen.
Titelbild: Beratung bei einer Tasse Kaffee. Foto: zVg


