09.10.2017 - Levato

Diese Passwörter müssen Sie kennen!

Passwörter, die man nicht ganz so häufig verwendet, werden natürlich schnell vergessen. Doch leider sind es oft exakt diese Passwörter, die ganz besonders wichtig sind.

Irgendwann kommt dann plötzlich der unschöne Moment, in dem man ein solches wichtiges (aber leider vergessenes) Passwort ganz dringend benötigt. Viele Menschen wissen sogar gar nicht mehr, dass es für bestimmte Dienste oder Programme überhaupt ein Passwort gibt oder dass sie es jemals angelegt haben. Daher wollen wir heute auf einige Passwörter eingehen, die Sie zwar eher selten eingeben müssen und mit denen Sie selten “Kontakt” haben, die aber wirklich sehr wichtig sind und die Sie unbedingt kennen sollten. Dabei gehen wir ebenfalls darauf ein, warum diese Passwörter oft vergessen werden und wieso sie denn eigentlich so wichtig sind.  

1. E-Mail-Adresse

An erster Stelle mit der höchsten Priorität ist das Passwort zum Abrufen der E-Mail-Adresse zu nennen. Dieses Passwort wird aus zwei Gründen oft vergessen. E-Mails können mit einem E-Mail-Programm abgerufen werden oder über den Internetbrowser. Da sowohl der Browser als auch das E-Mail-Programm das Passwort abspeichern können, damit man es nicht jedes Mal neu eingeben muss, vergisst man dieses Passwort natürlich sehr oft. Man muss es sich nicht merken, der Computer kennt es ja.

Was aber, wenn der eigene Computer defekt ist? Auch beim Neukauf eines Computers und dem Wechsel auf den neuen Computer braucht man das E-Mail-Passwort, um die E-Mails auf dem neuen Computer einrichten zu können. Auch bei einem Smartphone oder Tablet braucht man bei der E-Mail-Einrichtung das entsprechende Passwort. Oder es gibt eine Situation, in der man dringend von unterwegs auf die E-Mails zugreifen muss, ohne dass der eigene Computer in der Nähe ist. Oder das Passwort muss geändert werden, da das E-Mail-Konto möglicherweise von Kriminellen geknackt wurde. Sie sehen, es gibt Unmengen von Situationen, in denen das E-Mail-Passwort benötigt wird. Zwar ist das automatische Abspeichern sehr empfehlenswert und hilfreich, weil es den Alltag erleichtert und man das Passwort nicht ständig eintippen muss. Aber es ist dennoch sehr wichtig, das eigene E-Mail-Passwort zu kennen.

2. Google-Konto und Apple-ID

Wenn Sie ein Smartphone (oder auch Tablet) besitzen, so sind diese Konto-Daten unersetzlich. Ein Android-Handy oder Tablet funktioniert nur sinnvoll mit einem Google-Konto. Analog dazu gibt es in der Welt der iPhones und iPads die sogenannte Apple-ID. Diese beiden Zugangskonten sind jeweils mit einem Passwort abgesichert, das Sie sich bei der Einrichtung selbst ausgedacht haben. Das Problem: viele Menschen bekommen bei der Einrichtung eines Smartphones geholfen. Häufig wird das Google-Konto bzw. die Apple-ID dann von Bekannten, Kindern oder Enkelkindern angelegt. Die Folge: das Passwort wird schnell vergessen oder man weiß gar nicht, dass es überhaupt existiert. Diese Erfahrung haben wir schon in zahlreichen Smartphone-Schulungen gemacht.

Aber: dieses Passwort ist ungemein wichtig und wird immer wieder einmal benötigt. Die Sicherheit des ganzen Geräts hängt von diesem Passwort und diesem Konto ab, zahlreiche Dienste, die man am Smartphone verwendet, bauen auf dem Google-Konto bzw. der Apple-ID auf und das Passwort dazu wird immer wieder benötigt. Als Beispiel sei hier die Ortung eines verlorenen Smartphones zu nennen, die nur mit dem besagten Passwort funktioniert, oder das Installieren von neuen Apps über den Google Play Store bzw. App Store. 

3. Windows: Microsoft-Konto

Seit Windows 8 kann man sich am Computer entweder mit einem “normalen” Benutzerkonto anmelden oder mit einem sogenannten Microsoft-Konto. Im Gegensatz zum Microsoft-Konto, das weitere Funktionen hat, wird das herkömmliche, normale Konto oft auch “lokales” Konto genannt. Wenn Sie bei der Einrichtung von Windows 8 oder 10 ein Microsoft-Konto erstellt haben, so wird dies in der Folge automatisch zur Anmeldung bei Windows verwendet. Dieses Konto ist ebenfalls mit einem Passwort gesichert, auch ein lokales Benutzerkonto kann mit einem Passwort geschützt werden. Dieses Passwort dürfen Sie auf keinen Fall vergessen, da der Computer sonst nicht mehr gestartet werden kann. Wenn Sie das Passwort für Ihr Benutzerkonto bei Windows verlieren, so ist es extrem schwer, zeitaufwendig und teuer, den Computer zu retten.

4. WLAN

Das WLAN, also die kabellose Internetverbindung bei Ihnen zuhause, sollte auf jeden Fall mit einem Passwort gesichert sein, damit niemand unbefugt Ihr Internet benutzen kann. Ein durch ein Passwort gesichertes WLAN ist die Standardeinstellung der Router, die das WLAN-Netzwerk aussenden. Dieses Passwort für das WLAN wird immer dann benötigt, wenn ein Besucher bei Ihnen zuhause das Internet benutzen möchte oder wenn Sie ein neues Gerät angeschafft haben, das eine Internetverbindung benötigt, also zum Beispiel ein neues Smartphone oder Tablet. Da dies nicht so häufig passiert, wird auch dieses Passwort oft vergessen, und irgendwann stellt man sich dann die Frage: Wie lautet eigentlich das Passwort zu meinem WLAN? In der Regel ist das Passwort auf der Rückseite des Routers aufgedruckt. Verwendet man also die Standardeinstellungen des Routers, so kann man das Passwort dort in den meisten fällen einfach ablesen. Wenn Ihnen allerdings jemand beim Einrichten des Internets geholfen hat und damals ein individuelles Passwort vergeben wurde, so müssten Sie herausfinden, wie dieses Passwort lautet.  

Sichere Passwörter und Passwortverwaltung

Mit einem sogenannten Passwortmanager lassen sich mit wenigen Mausklicks sehr sichere Passwörter erstellen und verwalten. Die Passwörter für die E-Mail-Adresse, das Google-Konto bzw. die Apple-ID und für das Microsoft-Konto bzw. Ihr Windows Benutzerkonto sind allerdings so wichtig, dass Sie diese Passwörter bestenfalls auswendig kennen oder diese notieren und an einem sehr sicheren Ort verwahren sollten.

Dieser Beitrag wurde bereitgestellt von unserem Kooperationspartner Levato. Weitere Hilfestellungen zu Computer, Internet und Smartphone finden Sie auf www.levato.de.

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