FrontAllgemeinTipps aus dem «Erlebnisomaten»

Tipps aus dem «Erlebnisomaten»

Eine Erlebnismaschine in Winterthur trägt den Zweck der «Stiftung Generationen-Dialog» unter die Leute.

Der «Erlebnisomat» des Luzerner Künstlers Martin Gut spuckt statt Zigaretten Erlebnisanweisungen für die Überwindung des Generationengrabens aus. «Der Alltag macht uns lethargisch, faul und kleinbürgerlich» erklärt Martin Gut den Ausgangspunkt für seine Erfindung. Mit seinem Erlebnisomaten will der Künstler die Menschen vor dem ewigen Alltag bewahren. Die Erlebnisanweisungen ermuntern die Benutzer, mutig Neues auszuprobieren und sich aus ihrer Komfortzone herauszubewegen. So animiert das Päckli aus dem Automaten, scheinbar Sinnloses zu tun, wie «mache der siebten Person, der du von jetzt weg begegnest, ein Kompliment!» oder den Zufall herauszufordern wie «wirf eine Münze und mach einen Zufallsspaziergang, Zahl = rechts, Kopf = links».

Der Erlebnisomat hat vier Erlebnis-Zeitsparten: Kurzes Erlebnis, zwei Stunden, einen Tag, oder ein Wochenende. Pro Zeitsparte kann aus drei Menschentypen ausgewählt werden: Für alle, für Mutige oder für Verrückte – je nach dem, wie man sich selber einschätzt.

Graben zwischen den Generationen durchbrechen

Nun hat Martin Gut, zusammen mit Dozierenden und Mitarbeitenden der Stiftung Generationen-Dialog, neue Erlebnisanweisungen kreiert und so eine «Special-Edition» des Erlebnisomaten geschaffen. Die Anweisungen ermuntern zum Kontakt und Dialog mit Vertretern einer anderen Generation, ganz im Sinne des Stiftungszwecks. So rät er zum Beispiel: «Geh in ein Kaffee mit deinem Lieblingsspiel. Setz dich zu einer älteren Person und fordere sie auf, mit zu spielen.»

Der Erlebnisomat am Obertor 8 in der Winterthurer Altstadt.

«Natürlich werden durch diese spielerischen Ideen die gesellschaftlichen Herausforderungen der Generationen-Gerechtigkeit nicht gelöst», ist sich Regula Stocker, Geschäftsführerin der Stiftung bewusst. Für eine nachhaltige Zukunft der Altersvorsorge sei jedoch die Bewusstseinsbildung bei jedem Einzelnen wesentlich. Dass man über den eigenen Generationen-Horizont hinausschaut und die Realitäten anderer Generationen erkennt und zu verstehen beginnt, ist eine Voraussetzung dafür, dass die verschiedenen Bemühungen für die Erhaltung des Generationenvertrages fruchten. Dazu könnten die Anstösse aus dem Erlebnisomaten einen kleinen Beitrag leisten. Wie Martin Gut erklärt: «Es sind gelegentlich simple Anweisungen mit grosser Wirkung, denn wenn der Alltag durchbrochen wird, kann sich eine neue Welt auftun.»

Der Erlebnisomat steht bis auf weiteres im Eingang der Stiftung Generationen-Dialog am Obertor 8 in Winterthur. Bereits wurden über 60 Erlebnisse gezogen. Sind Sie bereit für etwas Neues? Der Erlebnisomat liefert den Input!

Mehr über «Stiftung Generationen-Dialog» unter: www.generationen-dialog.ch

 

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