Kultur

Britische Nachkriegsarchitektur

Eine fotografische Bestandsaufnahme britischer Nachkriegsarchitektur von Simon Phipps zeigt das Museum im Bellpark Kriens noch bis am 5. November.

Seit über zwanzig Jahren dokumentiert der Londoner Fotograf Simon Phipps (1964) Bauten des britischen Brutalismus – einer Architektursprache, die die Ästhetik des Betons zum sichtbaren Zeichen erklärt.

Zum ersten Mal gibt der Fotograf mit der Ausstellung einen umfassenden Einblick in sein Fotoarchiv zu dieser speziellen Ausformung der Nachkriegsarchitektur in England, die als Strömung auch in der Schweiz ihre Spuren hinterlassen hat.

In der Rolle des Fotografen gehört Simon Phipps der «zweiten Generation» an und beobachtet somit als Nachgeborener die Architektur seiner Jugend. Dadurch wird auch sein sehr persönlicher Zugang zur Thematik bestimmt und er wählt darum einen subjektiven Blick. Als ausgebildeter Bilderhauer interessiert er sich für die spezifischen skulpturalen Qualitäten der Bauten und stösst dadurch zum Wesentlichen dieser Architektur vor.

Für die im Museum sinnbildlich aufgebauten Mauern gab es einige Probleme. Andreas Hertach:“Wir suchten in der ganzen Schweiz alte Backsteine und haben sie schlussendlich in der Ostschweiz gefunden.“

Zur Ausstellung in Kriens mit den 130 Bilder kam es durch den Schweizer Andreas Hertach, der bis 2010 in London lebte und jetzt Ausstellungsmacher des Bellparks ist.

„Wir trafen uns in London und diskutierten in einem Restaurant. Das Haus hat ihm gefallen und er beschloss es zu fotografieren“, erzählte Andreas Hertach seine Begegnung mit dem Künstler.  Man beschloss die Ausstellung in Kriens zu realisieren.

Simon Phipps hat viele Inspirationen von der Bildhauerei übernommen. Er sagt:“Man muss das Material spüren, die Skulpturen sehen.“

Er hat von den 300 Gebäuden 1000 Bilder meistens aus der Sicht des Fussgängers in England und Schottland gemacht. Jetzt soll die Ausstellung in England gezeigt werden.

Fotos: Simon Phipps und Josef Ritler

Buch: Sfr 39.-