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Naturerlebnispark Jorat anerkannt

Die Schweiz besitzt nunmehr einen zweiten Naturerlebnispark: Nach dem Sihlwald bei Zürich wurde auch das Gebiet Jorat in Lausanne vom Bund als Parkgebiet von nationaler Bedeutung anerkannt.

Im Anschluss an die Prüfung der Natur- und Landschaftswerte, der Qualität des Managements sowie der räumlichen und finanziellen Sicherung hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) dem Gesuch der Trägerschaft einen positiven Bescheid erteilt und dem Projekt Jorat das Parklabel verliehen. Das Parkgebiet Jorat gehört nun für die kommenden zehn Jahre zum Netzwerk Schweizer Pärke.

Der Park Jorat liegt inmitten der grössten zusammenhängenden Waldfläche des Schweizer Mittellandes im Gemeindegebiet von Lausanne. Es handelt sich um den zweiten Naturerlebnispark der Schweiz. Naturerlebnispärke bieten vielfältige Erlebnis-, Erholungs- und Bildungsmöglichkeiten. Gleichzeitig fördern und schützen sie die Biodiversität und die Landschaft. Auf diese Weise leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der städtischen Bevölkerung. Zu den besonderen Merkmalen der Naturerlebnispärke zählt nicht nur ihre Nähe zu dicht besiedelten Räumen, sondern vor allem auch ihre Kernzone, welche der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt unberührte Lebensräume bietet.

Parklabel für zehn Jahre

Das BAFU hat das vom Kanton Waadt eingereichte Gesuch positiv beurteilt und dem Naturerlebnispark Jorat für die kommenden zehn Jahre das Parklabel verliehen. Damit kann der Park, der auf eine lokale Initiative zurückgeht, vom Bund mit Finanzhilfen unterstützt werden und einen Beitrag an die landesweiten Bemühungen zur Erhaltung und Förderung der Arten und ihrer natürlichen Lebensräume und insbesondere der Waldbiodiversität leisten.

Neben den beiden Naturerlebnispärken Jorat und Sihlwald existieren in der Schweiz 16 Regionale Naturpärke und der Schweizerische Nationalpark im Kanton Graubünden. Die Pärke von nationaler Bedeutung zeichnen sich durch schöne Landschaften, eine reiche Biodiversität und hochwertige Kulturgüter aus. Gemeinsam mit der Bevölkerung und den Kantonen sind die Gemeinden in den Parkgebieten bestrebt, dieses Erbe zu erhalten. Der Bund fördert die Errichtung und den Betrieb der Schweizer Pärke seit dem 1. Dezember 2007.

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