StartseiteMagazinGesundheitKniearthrose: Wege zur Linderung

Kniearthrose: Wege zur Linderung

Mit zunehmendem Alter und verschleissbedingten Einflüssen kann sich eine Kniearthrose entwickeln: Ein Zustand, der erhebliche Auswirkungen auf den Alltag hat. Beginnend mit den ersten Anzeichen bieten sich einige Diagnosemöglichkeiten. Und durch gezielte Lebensstiländerungen kann der Verlauf dieser Erkrankung positiv beeinflusst werden.

Von Franziska Rogg, Berit Klinik

Die Arthrose im Knie beginnt oft schleichend. Zu den typischen Symptomen gehören: Schmerzen bei Belastung, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit sowie Schwellungen und möglicherweise auch Knirschgeräusche während der Bewegung.

Diagnose und medizinische Untersuchungen

Die Diagnose von Kniearthrose erfordert eine gründliche Untersuchung. Beginnend mit einer detaillierten klinischen Anamnese werden relevante Details zur Krankengeschichte des Patienten ermittelt. Röntgenaufnahmen bieten erste Einblicke in knöcherne Anomalien und den Zustand des Knorpels. Für präzisere Beurteilungen wird oft eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt, die hochauflösende Einblicke in Knorpel- und Weichteilstrukturen ermöglicht. Die Zusammenführung dieser Schritte bildet die Grundlage für individuell angepasste Behandlungspläne, von konservativen Ansätzen bis hin zu chirurgischen Interventionen wie Arthroskopie oder Knieendoprothetik, je nach Schweregrad und individuellem Bedarf des Patienten.

Lebensstiländerungen zur Linderung

Eine gezielte Anpassung des Lebensstils kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Hierzu zählen: Eine Gewichtsreduktion zur Verringerung der Belastung des betroffenen Knies, eine gezielte Physiotherapie zur Verbesserung der Muskulatur und der Beweglichkeit sowie ein Schmerzmanagement durch Medikamente oder physikalische Therapie..

Chirurgische Optionen und Krankenhausaufenthalte

In fortgeschrittenen Stadien der Kniearthrose, wenn konservative Ansätze nicht mehr ausreichend sind, können chirurgische Eingriffe erforderlich sein. Sie sind in einer Kniechirurgie durchzuführen,  um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Eine verbreitete Option ist die Arthroskopie, ein minimalinvasiver Eingriff, der darauf abzielt, die Knorpeloberfläche zu glätten und die Gelenkfunktion zu optimieren.

Für schwerwiegendere Fälle stehen zwei Hauptverfahren zur Verfügung: Der Teil- oder Totalersatz des Kniegelenks durch Knieendoprothetik. Bei der Arthrose im Knie kann ein Teilgelenkersatz in Erwägung gezogen werden, wenn nur bestimmte Bereiche des Gelenks betroffen sind. Hingegen kommt bei umfassender Schädigung ein Totalersatz in Betracht, bei dem das gesamte Kniegelenk durch eine künstliche Prothese ersetzt wird. Die Entscheidung für einen bestimmten Eingriff basiert auf der individuellen Situation des Patienten und wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem behandelnden Arzt und dem Patienten getroffen.

Rehabilitation nach chirurgischem Eingriff

Nach einer Operation erfordert die Rehabilitation besondere Aufmerksamkeit. Das beinhaltet: Physiotherapie zur Wiederherstellung der Beweglichkeit und Muskelkraft, eine angepasste Schmerztherapie sowie die schrittweise Rückkehr zu normalen Aktivitäten unter Anleitung von Fachleuten.

Langfristige Perspektiven und Selbstmanagement

Eine Arthrose im Knie ist eine chronische Erkrankung, aber durch konsequentes Selbstmanagement können Betroffene ihren Lebensstil positiv beeinflussen. Das schliesst ein: in kontinuierliches Gewichtsmanagement, regelmäßige Bewegung und Physiotherapie sowie einen offenen Dialog mit dem behandelnden Arzt über eventuelle Beschwerden.

Fazit: Arthrose im Knie erfordert eine umfassende Herangehensweise, die von frühzeitiger Diagnose über konservative Maßnahmen bis hin zu chirurgischen Eingriffen reichen kann. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Patient und medizinischem Team ist entscheidend, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und die Lebensqualität zu verbessern.

 

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