Richtig lüften

Eine gute Raumluftqualität ist gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Voraussetzung «für intellektuelle Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Wohlbefinden». Was ist beim Lüften im Sommer und im Winter zu beachten?

In vielen Wohn- und Zweckbauten muss nicht mehr über die Fenster gelüftet werden. Das besorgt eine mechanische Lüftung, die je nach Art der Personenbelegung und Nutzung nach Minergie-Standards angepasst wird. Wenn die Fenster zum Lüften nicht mehr geöffnet werden müssen, kann zudem der Aussenlärm abgehalten werden und Feinstaubpartikel oder Pollenallergene  u.a. können aus der Aussenluft herausgefiltert werden. Aber nicht alle fühlen sich in Gebäuden wohl, wo Fenster nicht mehr geöffnet werden können.

In neueren Wohnbauten gibt es oft die Möglichkeit, mechanisch zu lüften, beispielsweise mit drei Stufen. Bei Bedarf können zusätzlich die Fenster geöffnet werden. Da gibt es viel Spielraum für den jeweiligen individuellen Bedarf, je nachdem, ob man gerade Indoor-Sport macht, kocht, im Büro arbeitet oder schläft.

In diesem Artikel geht es um das richtige Lüften über die Fenster in privaten Wohnräumen, damit «verbrauchte» Luft durch frische Luft ersetzt werden kann, denn frische Luft ist gesundheitsfördernd, wie das BAG festhält: Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit treten seltener auf und das Ansteckungsrisiko für Infektionskrankheiten sinkt.

Allgemeine Regeln

Das BAG empfiehlt:

  • Effizient lüften, d.h. alle Fenster vollständig öffnen, so dass wenn möglich ein Durchzug entsteht und die verbrauchte Luft rasch durch frische Aussenluft ausgetauscht wird. Kein Dauerlüften durch Kippfenster!
  • Regelmässig lüften: Am Morgen, am Mittag und vor dem zu Bett gehen die ganz Wohnung durchlüften. Zudem bei Bedarf zwischendurch frische Luft reinlassen.
  • Genügend lang lüften: Empfohlen werden mindestens 5 Minuten, wenn es draussen sehr kalt ist oder bei Durchzug können auch drei Minuten genügen.

Lüften je nach Jahreszeit und Aussentemperatur: Im Winter die Heizung so einstellen, bis die Temperatur angenehm ist. Im Sommer bei Hitze tagsüber die Fenster schliessen, damit die Wärme draussen bleibt und in der Nacht die Fenster öffnen, damit kühlere Luft hereinströmen kann.

Lüften je nach Luftfeuchtigkeit: Wenn es in der Wohnung zu trocken ist, feuchte Aussenluft reinlassen oder in Ausnahmefällen kann ein Luftbefeuchter nützlich sein. Wenn es zu feucht ist, gründlich und kurz querlüften, besonders nach dem Duschen oder Baden. Kochen mit Deckel oder Dampfkochtopf und wenn möglich Dampfabzug einschalten. Tauchen an den Wänden Schimmelpilze auf, hat man längere Zeit falsch gelüftet oder die Bausubstanz ist problematisch, so dass der Hauseigentümer oder die Verwaltung beigezogen werden muss.

Lüften in der Heizperiode: Zu warme Raumluft wird oft als stickig empfunden, deswegen sollte man Wohnräume grundsätzlich nicht überhitzen und sich allenfalls bei Bedarf einen Pullover überziehen. Zudem wird damit Energie gespart. Ein Kratzen im Hals kann ein Hinweis sein, dass in Innenräumen die Luftfeuchtigkeit nicht ausreichend ist. Also regelmässig lüften und Wohnung nicht überhitzen!

Auch in Städten sollte die reingelassene Luft möglichst frisch sein.

Wichtig: Damit mit Leichtigkeit stoss- und quergelüftet werden kann, müssen Fenstersimse leergeräumt sein. An Aussenwänden sind die Möbel mit etwas Abstand zur Wand zu platzieren, so dass Luft zirkulieren und Schimmel vorgebeugt werden kann.

Beim Öffnen der Fenster sollte überall tatsächlich frische Luft einströmen. Deswegen ist der Luftreinhaltung, also dem Schutz von Mensch und Umwelt vor Luftverunreinigungen, eine hohe Priorität einzuräumen.

Faktenblatt «Richtig Lüften» des BAG 

Titelbild: Junge Frau geniesst das Einströmen der frischen Luft (Fotos von freepik)

 

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