StartseiteMagazinKulturMeisterfotografen im Bellpark

Meisterfotografen im Bellpark

Man kennt Ihre Namen, ihre Bilder: Theo Frey, Rob Grant, Arnold Odermatt, Paul Senn und viele andere Fotografen, die das Bild der Schweiz geprägt haben. Der Bellpark in Kriens zeigte die Bilder im Dezember 2013.

Jahrelang lag das Foto-Archiv der im Jahre 1966 eingestellten illustrierten Publikumszeitschrift «Heim und Leben» im Keller des Bellparks und wurde immer wieder hin und her geschoben.

«Doch da machten wir uns ans Werk, öffneten die Schachteln und wunderten uns über die Qualität der Bilder von namhaften Fotografen», verriet der Museumsleiter Hilar Stadler Seniorweb.

Hilar Stadler vor dem Bild von Hans R. Schläpfer «Präparieren der Piste in Engelberg 1959». Foto: Josef Ritler

Nach dem Auslegen und Aussortieren der über 3000 Bilder entstand eine Ausstellung, die uns in die 1930er bis in die 1060er Jahre zurückversetzten.

«Vorstadt im Baufieber. Tanz der Millionen in Zürich-Wiedikon», 1963. Foto: Erwn Liechti  Zürich

Neben der Wochenzeitschrift «Heim und Leben», fanden die Fotografen aber auch Verwendung im «illustrierten Familienfreund» sowie in «L’Abeille» – allesamt Publikumszeitschriften des Luzerner C.J. Bucher Verlages, der eine überregionale Leserschaft bediente.

 

«Eine Strassenunterführung fürs Vieh», 1964

Foto: Arnold Odermatt Stans

 

Viele der wichtigen Schweizer Fotografen der Kriegs- und Nachkriegszeit sind in diesem Pressearchiv vertreten: Theo Frey, Clemens Schiltknecht, Yvan Dalain, Monique Jacot, Leonard von Matt, Jean Mohr, Paul Senn, Rob Gnant, Arnold Odermatt um lediglich einige zu nennen, die für den Verlag gearbeitet haben.

Hilar Stadler dazu:»Aus heutiger Sicht liegt der besondere Reiz darin, dass dieses Archiv neben den bedeutenden Figuren der nationalen Fotogeschichte auch weniger bekannte Positionen beinhaltet, die noch zu entdecken sind. Nicht die Tagesaktualitäten standen im Zentrum der Berichterstattung, sondern Geschichten aus den Regionen, Geschichten aus dem Leben auch. So wurde der Leserschaf jenseits der Sensationen das Land in seinen unterschiedlichsten Facetten näher gebracht. Dieses fotografsche Langzeitportrait der Schweiz bestätigt zwar immer wieder das bekannte Bildrepertoir, das auf Widererkennbarkeit beruht; es erzählt daüber hinaus aber auch von der Veränderung dieses Landes, vom aufkommenden Fortschritt, von neuen Rollenbildern und der gesellschaftlichen Erneuerug insgesamt.»

Die erste Ausgabe der Illustrierten «Heim und Leben» war 1933 erschienen. Sie richtete sich an die ganze Familie und verschönerte den Alltag. Die Illustrierte profitierte von der technischen

Errungenschaft des Tiefdrucks, der Fotos in guter Qualität reproduzieren konnte. Striktes Schwarz-Weiss prägte die Zeitschrft. Später erschienen das Titelblatt und die Rückseite in Farbe.

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