FrontKultur14000 Personen sahen "Oper für alle"

14000 Personen sahen «Oper für alle»

Personen wollten die Liveübertragung sehen.

Da soll mal einer sagen, Opern und Operetten seien verstaubt und höchstens noch seniorentauglich. Auf dem Zürcher Sechseläutenplatz bot sich am Samstag ein ganz anderes Bild. Eine schier unüberschaubare Menschenmenge – rund 14000 Personen – fand sich bei schönstem Wetter ein, um die Direktübertragung aus dem Opernhaus zu verfolgen.

Rund 14000 Personen fanden sich – trotz Fussbal-WM – auf dem Zürcher Sechseläutenplatz ein und genossen die Live-Übertragung der Operette «Land des Lächelns». (Opernhaus Zürich/Claudia Herzog)

Zum zweiten Mal gab es eine weitere Übertragung nach Lugano, wo sich rund 2500 Personen in «Das Land des Lächelns» von Franz Lehar entführen liessen. Unter der Regie des Intendanten des Zürcher Opernhauses Andreas Homoki wusste die 1929 in Berlin uraufgeführte Operette beidseits des Gotthards das Publikum zu begeistern. Das zeigte der riesige Applaus in Zürich am Ende der Aufführung, als sich Andreas Homoki, Generalmusikdirektor Fabio Luisi und das Ensemble auf dem Balkon des Opernhauses dem Publikum präsentierten.

Ausgeschlossen fühlen musste sich übrigens niemand. Sowohl das Vorprogramm wie auch die Liveübertragung wurden für seh- und hörbehinderte Personen direkt audiodeskribiert und live in Gebärdensprache übersetzt.

Nächstes Jahr wird die «Für alle»-Tradition fortgesetzt werden. Zwar nicht mit einer Oper oder Operette. 2019 wird zu «Ballett für alle» geladen. Das Zürcher Ballett wird am 22. Juni 2019 Sergei Prokofjews Ballett «Romeo ud Julia» in der Choreografie des Ballettdirektors Christian Spuck zur Aufführung bringen. 

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