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Wasser ist mein Element

Vom Hahnen tropft es, in der Reuss fliesst es, aus dem See glänzt es mir entgegen: das Wasser. Wenn ich Bahn fahre, setze ich mich immer auf die Seite der Seesicht: Rotsee, Zugersee, Zürichsee, Walensee erfreuen mich immer neu auf der Reise von Luzern nach Chur.

In der Bibel, im Neuen Testament, spielt das Wasser eine wichtige Rolle. An einem Hochzeitsfest verwandelte Jesus Wasser in Wein, weil der Wein ausgegangen war (Johannes Kapitel 2, Vers 7 – 1). Er gebot einem heftigen Sturm auf dem Meer, der das Boot mit seinen Wellen überflutete, still zu sein. Das Unwetter, aber auch die Verzweiflung der begleitenden Apostel, legten sich (Matthäus Kapitel 8, Vers 24 – 27). Und in einer weiteren Episode wird erzählt, dass Jesus auf dem Meer wandelte (Matthäus Kapitel 14, Vers 25).

Wasser hat eine urtümliche Kraft, kann beruhigend wirken oder bedrohlich. (David Dark/Pixabay)

In diesen Erzählungen geht es um Wundergeschichten, aber auch immer um die Frage des Vertrauens.

Wasser hat auf mich eine besondere Anziehungskraft. In einer Stadt zu wohnen, die nicht zu einem See gehört, ist für mich fast unvorstellbar. Schon in der Primarschule mussten, durften wir schwimmen lernen. Das Tauchen war eine besondere Herausforderung. Da wurden gelöcherte Aluminiumteller versenkt, die wir heraufholen mussten. Wir lernten, einen langen Atem einzuteilen. Am Schluss der Schulung winkte das «S», das auf die Badehose genäht werden konnte. Und natürlich allen Bademeistern das Leben erleichterte. Kinder mit einem «S» erforderten keine besondere Aufmerksamkeit.

Lieber etwas Abstand halten

Später kam die Ausbildung für das Lebensretter- Brevet dazu. Nach erfolgreichem Abschluss begrüssten wir uns jeweils mit dem nicht ganz ernst gemeinten Spruch: «Nie mehr an einem See spazieren gehen. Sonst bist Du plötzlich gefordert».

In Sils-Maria, im Engadin, besuchte ich vor Jahren einmal einen Segelkurs, dessen Angebot mir ganz zufällig ins Auge gestochen war. Wind, Wasser, Wellen, das war ein ganz besonderes Abenteuer. Unvergesslich. Leider blieb es bei diesen Anfangsversuchen.

Natürlich habe ich mich gefragt, woher die besondere Beziehung zum Wasser rühre. Die Antwort liegt auf der Hand: Ich bin im Sternzeichen des Fisches geboren. Das Wasser ist mein Element!

Sternzeichen Fische

Der Klick ins Internet lag nahe. Unzählige Beschreibungen der im Sternzeichen des Fisches geborenen Menschen boten sich an. Ich habe mir mal drei charakteristische Eigenschaften herausgeschrieben: «sensibel, bescheiden, gefühlvoll». Was soll ich dazu sagen? Wenn ich an meine Laufbahn als Politikerin zurückdenke, waren das nicht gerade die hervorstechendsten Charaktermerkmale, die mich auszeichneten und vorwärts brachten!

Da lohnt es sich vielleicht, einen Blick auf den Aszendenten zu werfen. Diese Erkenntnisse werde ich aber nicht auch noch in der Öffentlichkeit ausbreiten. Denn Fische sind nicht nur sensibel, bescheiden und gefühlvoll, sie sind auch introvertiert!

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