4 Kommentare

  1. Liebe Maja, Fontane ist ein Lieblingsschriftsteller von mir. Freue mich sehr, ihm in SW in seiner ganzen Farbigkeit zu begegnen. Danke für die wunderbare Würdigung mit den schönen Bildern!

  2. Mit den Birnen im Havelland verbindet sich mir eine weit zurückliegende Schulstunde mit Erstgymnasiasten in Basel, also Elfjährigen. Ich, Aushilfslehrerin, sollte der Klasse das berühmte Gedicht näherbringen und vor allem das Norddeutsche näherbringen. Geblieben ist mir der Diskurs um die „lütt Deern“. Das Mädchen, die Dirne war schnell ausgemacht, zu „lütt“ meldete sich der winzige, aber mehr als aufgeweckte Bub eines Geschichtsprofessors, der im Unterricht mehr als störend, aber nie als unaufmerksam zu ertappen war – er wusst alles, oder auch mehr, weil er wohl zuhause die Bibliotheken seiner gebildeten Eltern längst durchgelesen hatte. Er setzte zu einem seiner Kurzreferate an und erklärte, dass „lütt“ dasselbe sei wie hierzulande „lützel“, was zwar nur noch in Orts- und Flurnamen vorkäme und „klein“ bedeute. Wir hätten es als Pleonasmus im Ortsnamen Kleinlützel (nicht weit entfernt von Basel), ein weiterer sogar dreifacher Pleonasmus in der Region sei die Kehlengrabenschlucht. – Da blieb der Lehrerin (durchaus bewandert in Namenkunde und Dialektforschung) nebst der beeindruckten Zustimmung zu den Ausführungen nichts mehr als dem Rest der Klasse auch auf die Sprünge zu helfen.

  3. Immer wieder erstaunt es mich festzustellen, wie sehr „Die Birnen von Ribbeck“ in der Schweiz bekannt und wohl auch beliebt sind. In Deutschland kennt man das Gedicht, aber in meiner Schul- und Studienzeit war es kein Thema. In der Lyrikanthologie aus dem Gymnasium, die ich auch heute noch gern zur Hand nehme, ist dieses Gedicht nicht einmal vertreten. – Nur die Schweizer zitieren es, als hätten sie ohne diese Birnen nicht aufwachsen können.

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