StartseiteMagazinKulturDie Musik begrüsst uns wieder

Die Musik begrüsst uns wieder

Zürich ist weder der Nabel der Welt noch der Schweiz, aber in Sachen musikalischer Qualität und Vielseitigkeit halt schon die erste Referenzadresse. Nach dem seuchenbedingten Lockdown, den die Kulturinstitute mit attraktiven Streaming-Angeboten bereicherten, ersteht nun ein hochkarätiges, einfallsreiches Saisonfinale, zu dem wir herzlich eingeladen sind.

„Er stirbt durch Feuer und wird aus seiner Asche wieder neu geboren – der Feuervogel Phönix, Sinnbild für die Auferstehung“ – diesmal der Musik, die wir so sehnlichst vermisst haben. Hinter den Kulissen der Musiktempel herrschte aber seit Anbeginn der verordneten Zwangsmassnahmen ein emsiges Treiben, sich so bald und so flexibel wie möglich wieder in der Öffentlichkeit zu präsentieren, sei es auch in reduzierten Besetzungen und durch klar definierte Konzepte. Die Einschränkungen sind plausibel, die Eigenverantwortung selbstverständlich. Hoffen wir, die Angebote werden genutzt – auch als Zeichen der Solidarität.

Festspiele Zürich 2020 „Die 20er Jahre – Rausch des Jetzt“

Die aus Corona-Gründen abgespeckten und aus Kostengründen vor dem Aus stehenden Festspiele Zürich, die nie so richtig Fuss fassen konnten, rufen sich im Internet auf www.festspieleX.ch bis zum 28. Juni ein letztes Mal mit einer kunterbunten Palette von Veranstaltungen in Erinnerung. Aus Platzgründen müssen wir Sie auf die Internet-Plattform verweisen.

 

Das Opernhaus Zürich lädt zu einem hochkarätigen Saisonfinale

Chronologisch bieten sich folgende Leckerbissen zum Einheitspreis von Fr. 50.- an:

4./5. Juli: Fabio Luisi lässt mit der Philharmonia Zürich mit 23 Solo-Streichern die „Metamorphosen“ von Richard Strauss und die „Verklärte Nacht“ von Arnold Schönberg erklingen.

6.-12. Juli: 6 Liederabende in der Besetzung:

  • Sabine Devieilhe und Benjamin Bernheim ( Carrie-Ann Matheson, Klavier)
  • Thomas Hampson (Begleiter Wolfram Rieger)
  • Diana Damrau (mit dem Harfenisten Xavier de Maistre)
  • Julie Fuchs und das Orchestra La Scintilla unter Riccardo Minasi
  • Javier Camarena (Enrico Maria Cacciari am Klavier)
  • Camilla Nylund, Piotr Beczala und Fabio Luisi (an zwei Abenden)

Die grosse Auferstehung feiert das Haus dann am 20. September mit Modest Mussorgskis monumentaler Oper «Boris Godunow», ein Wiedersehen mit dem Ensemble, dem Chor und dem Orchester des Opernhauses. Die Philharmonia Zürich und der Chor werden dann (ein cleverer Kniff als Vorsichtsmassnahme) live aus dem Saal am Kreuzplatz zugeschaltet.

Wer nicht so lange warten mag, dem sei das aktuelle Streaming-Angebot empfohlen:

  • 12.-14. Juni: „Der fliegende Holländer“ mit Bryn Terfel, Anja Kampe und Matti Salminen
  • 19.-21. Juln: „Pelléas et Mélisande“ unter Alain Altinoglu
  • 26.-28. Juni: „ Romeo und Julia“-Ballett (nochmalige Ausstrahlung des Grosserfolgs)

Prokofiew «Romeo und Julia» – Ballettchoreographie von Christian Spuck

 

Zwischenspiel – die aktuellen Podcasts aus dem Zürcher Opernhaus 

  • Nr. 15:  Gianandrea Noseda – der kommende Generalmusikdirektor: Was hat den italienischen Dirigenten geprägt? Wofür steht er künstlerisch? Wie denkt er über das Opernhaus Zürich?
  • Nr. 16: Sind Chöre Virenschleudern?
    Wir gehen der Frage nach, wie infektiös gemeinsames Singen in Zeiten der Corona-Pandemie ist.
  • Nr. 17: Benjamin Bernheim – Auf dem Weg zur Weltkarriere
    Der in Zürich lebende Tenor begeistert mit französischem Repertoire und einer Solo-CD.
  • Nr. 18: Wir spielen wieder! Andreas Homoki und Christian Berner über den Neustart im Juli und die kommende Spielzeit.
  • Nr. 19: Wo bleibt da die Kunst? Tatjana Gürbaca, Calixto Bieito, Nadja Loschky und Dmitri Tcherniakov im Gespräch.
  • Nr. 20: Der besondere Blick: Monika Rittershaus ist die Grande Dame der Theaterfotografie. Sie hat mit den bedeutendsten Regisseur*innen unserer Zeit zusammengearbeitet und dabei Theatergeschichte erlebt (siehe: www.opernhaus.ch/streaming).

Das Tonhalleorchester mit Paavo Järvi freut sich auf neue Formate

Paavo Järvi mit Musikern des Tonhalleorchesters 

Chefdirigent Paavo Järvi kann es kaum erwarten, endlich wieder in Zürich zu dirigieren. Am 19.. 20., 25. und 26. Juni werden Formationen aus dem Orchester je drei Konzerte von rund 40 Minuten Dauer präsentieren. „Es sind Programme, die es erlauben, in kleineren Formationen vor Publikum aufzutreten.“  Die Ensembles sind auf 30 bis 40 Musizierende beschränkt und das Platzangebot wird mit 240 statt einer möglichen Besucherzahl von 1’200 alle Vorsichtsmassnahmen erfüllen können. Werke von Sibelius, Dvorak, Richard Strauss, Dukas, Strawinski, Lutoslawski und Honegger werden zu hören sein.

Alle Zeiten und Daten sind unter www.tonhalle-orchester.ch aufgeführt. Der Einheitspreis beträgt Fr. 45.-

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