FrontGesundheitEndlich wieder Frühling!

Endlich wieder Frühling!

Nach dem meteorologischen und dem astronomischem Frühling ist nun auch gefühlt der Frühling wieder da. Mit Himmelblau und Kräutergrün, mit Sonnenwärme am Mittag und der Lust auf Veränderung, um den ganzen Coronawinter-Mief hinter sich zu lassen.

Wen es jetzt nicht nach draussen zieht, der muss schon sehr an seinem Sofa oder dem TV-Programm hängen. Für alle andern aber heisst es, ab an die Sonne, die frische Luft geniessen, dem Vogelgezwitscher zuhören und sich an der Bewegung des eigenen Körpers zu freuen.

Stürze vorbeugen

Wer nur schon drei Mal wöchentlich eine halbe Stunde spazieren geht, wird resistenter gegen Stress und dunkle Gedanken. Das haben britische Forscher herausgefunden – und wir glauben das doch gerne. Regelmässige Bewegung verbessert aber auch nachweislich das körperliche Wohlbefinden und trainiert das Gleichgewicht.

Ein Waldspaziergang ist nicht nur gut fürs Gemüt, auf dem weichen Boden werden die Gelenke geschont und gleichzeitig trainiert.

Und die Balance halten ist im Alter eine wichtige Aufgabe. Ein Sturz kann so viele Folgen haben. Es geht Muskelkraft verloren und es kann zu handfesten Mobilitätseinschränkungen wie einem Knochenbruch oder zumindest einer schmerzhaften Prellung kommen.Ein Oberschenkelhalsbruch zum Beispiel kann dazu führen, dass man nicht mehr allein in der eigenen Wohnung leben kann.

Wenn die Kraft verloren geht

Aber auch psychisch führt ein Sturz zu Einschränkungen. Der Gang wird unsicher, weil das Selbstvertrauen fehlt und man bleibt lieber in den eigenen vier Wänden, wo man sich sicher fühlt. So wird vermehrt Muskelmasse abgebaut, Fussgelenke, Knie, Hüften und der Schultergürtel werden zunehmend immobiler und die Muskulatur der Beine, im Rücken- und Bauchbereich versteift und verkürzt sich.

Also besser etwas vorbeugen. Wer am Morgen beim Zähneputzen auf einem Bein steht – obere Zahnreihe auf dem rechten, untere auf dem linken – hat mit dieser einfachen Übung bereits einen kleinen Trainingsschritt absolviert. Wer (noch) etwas unsicher auf den Beinen ist, achtet darauf, dass eine Wand in der Nähe ist, an die man sich anlehnen kann. Versprochen: In ein paar Wochen steht man die paar Minuten wie ein Storch.

Eine gute Übung ist es auch, ohne sich abzustützen vom Stuhl aufzustehen. Das erfordert Muskelkraft, ein gutes Gefühl fürs Gleichgewicht und – bei mehrmaliger Wiederholung zum Beispiel beim Morgenessen – vielleicht auch etwas Toleranz vom Tischnachbarn.

Gleichzeitig denken und gehen

Habe Sie auch schon bemerkt, dass Sie beim Gehen etwas langsamer werden, wenn Sie in ein Gespräch vertieft sind? Im Alter nimmt die Fähigkeit ab, Motorik und Denken in Einklang zu bringen. Das ist nicht schlimm, aber ein wenig Training für Kopf und Körpergefühl kann ja nichts schaden.

Fitness im Alter heisst nicht in erster Linie, Gewichte zu stemmen und Klimmzüge zu machen. Dem altersbedingten Abbau von Muskeln kann auch im Alltag entgegengewirkt werden. (pixabay)

Aufgepasst: Üben Sie zuerst an einem Ort, wo Sie nicht stolpern können. Da gehen Sie nun zügig vorwärts und zählen gleichzeitig von hundert an rückwärts – in Siebnerschritten. Und nicht langsamer werden! Ist gar nicht so einfach und kann als Erschwernis auch beim Rückwärtsgehen geübt werden. Aber nur, wenn ganz sicher kein Randstein in der Nähe ist.

Frühling ist genau die richtige Jahreszeit, seine Fitness zu testen und wenn nötig zu verbessern. Und sich zu freuen, wenn man seinen Körper wieder mal richtig spürt – auch wenn sich das vielleicht erst mal eher wie Muskelkater anfühlt.

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