FrontKulturMusik zur Sommersonnenwende

Musik zur Sommersonnenwende

Was gibt es Schöneres, als im Sommer in einem Schlosshof Musik zu hören. Im Aargau ist das auf Schloss Lenzburg möglich. Hier sorgt die Lenzburgiade für originelle Konzerte, in denen sich Klassik und Folk fröhlich mischen.

Alle Konzerte openair auf wetterfesten Bühnen, das hat sich bei der Lenzburgiade bewährt. Ob im Schlosshof der Lenzburg oder auf dem Metzgplatz im «Städtli», rund 100 Musikerinnen und Musiker aus nah und fern feiern hier das Miteinander von Klassik und Folk in einzigartiger Konzertatmosphäre.

Und sie kommen aus aller Welt: aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Argentinien, Grossbritannien, Norwegen, Dänemark und vielen weiteren Ländern. Ihrer Folk-Musik hört man das natürlich an: Die schottische Band íMAR spielt und tanzt in aberwitzigen Tempi Celtic Folk vom Feinsten, die norwegische Geigerin Ragnhild Hemsing spielt nordische Weisen auf einer «Hardangerfiedel», und das Quadrigo Consort betört mit «barockem» Folk zur mystischen Sommersonnenwende.

Eröffnet wird die Lenzburgiade mit dem Zapfenstreich, einem Konzertspaziergang von der Altstadt bis hoch zum Schloss Lenzburg. (alle Bilder Lenzburgiade)

Eröffnet wird das kunterbunte Festival mit dem Lenzburgiade-Zapfenstreich. Auf diesem originellen Konzertspaziergang von der Lenzburger Altstadt hoch zum Schloss trifft das Publikum auf zahlreiche Musikerinnen und Musiker, die die schönsten Plätze und Nischen bespielen – ein einmaliges Erlebnis! Während der Lenzburgiade kann sich auch, wer Lust hat, jeweils vor den Konzerten von Museum Aargau auf ganz spezielle Art durch das Schloss führen lassen.

Klassik mit Augenzwinkern

So speziell wie der Zapfenstreich sind auch die Lenzburgiade-Programme, die eigens für dieses Festival kreiert werden. So lässt sich etwa das klassische Orchester argovia philharmonic vom Comedy-Cellisten-Duo Calva «so richtig den Marsch blasen». Das Eröffnungskonzert im lauschigen Schlosshof wird vom Schweizer Star-Blockflötisten Maurice Steger und dem Zürcher Kammerorchester gestaltet. Einfach unglaublich, mit welch pfiffiger Virtuosität und musikalischem Schalk Steger sein kleines Instrument zum Funkeln bringt.

Als «Stars von morgen» präsentiert das Intendantenpaar Oliver Schnyder und Fränzi Frick die junge britische Pianistin Jeneba Kanneh-Mason und das «Vision String Quartet» aus Berlin, das sich gleichzeitig als klassisches Streichquartett und vierköpfige Band versteht. Es ist verblüffend, mit welcher Leichtigkeit die vier jungen Musiker zwischen klassischen Quartetten und eigenen Kompositionen in den Genres wie Folk, Pop und Rock wechseln.

Swingender Schubert

Ein Wiedersehen auf der Lenzburg gibt es mit Lia Pale, die als mitreissendes Stimmenwunder aus Wien das hiesige Publikum schon einmal begeisterte. Diesmal entführt sie uns in ihre Welt des «Great European Songbook», in dem Schubert, Schumann und Brahms plötzlich zu swingen beginnen. Davor spielt die brillante französische Pianistin Lise de la Salle zusammen mit Oliver Schnyder vierhändig Schubert und Brahms, und zwar genau so, wie es in den Noten steht.

Diese reizvolle Mischung aus Klassik und Folk macht die Lenzburgiade einzigartig. Das begeistert auch Opernstars wie den Tenor Daniel Behle, der auf den grossen europäischen Bühnen gastiert und zum Opus-Klassik-Sänger 2020 gekürt wurde. Zusammen mit dem Oliver Schnyder Trio und dem German Horn Sound singt Behle zum Abschluss der Lenzburgiade ein irrlichterndes Programm mit Beethoven, Mahler, den Beatles, Udo Jürgens und rauen Seemannsliedern – das gibt es nur auf der Lenzburg!

Lenzburgiade 2022 – Klassik & Folk International: Di. 21. bis So. 26. Juni. Programm und Infos: www.lenzburgiade.ch

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

spot_img

Beliebte Artikel