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Alle Jahre wieder

Einmal im Jahr laden die Zentralschweizer Künstler zur Ausstellung ihrer Werke ins Kunstmuseum Luzern. Heuer heisst es «Wir sind zentral!»
Die Ausstellung zeigt aktuelle Werke aus der Region in der Region, ausgewählt von einer überregionalen Fachjury. Aktuelle Tendenzen der zeitgenössischen Kunst werden ebenso aufgegriffen wie Eigenheiten des lokalen Kunstschaffens.


Rebekka Steiger, Briefe an Unbekannt,2023, Acryltusche auf Leinwand

zentral! ist eine Plattform und Talentschmiede mit Ausstrahlung und Tradition, ein Kosmos, der über den regionalen Tellerrand hinausreicht. Die fünfköpfige Jury hat 210 Dossiers gesichtet und lädt 29 künstlerische Positionen aus allen Zentralschweizer Kantonen ein, ihre Werke zu präsentieren.


Gregory Tara Hari, Almost Heaven, 2023, Performance und Installation

Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler, zwischen 1952 und 1999 geboren, stehen für ein vielfältiges, generationenübergreifendes Kunstschaffen. Verschiedene Werke thematisieren den Wandel, seien es Veränderung aus ökologischer Notwendigkeit oder aufgrund des Kreislaufs von Werden und Vergehen.


Stephanie Hess, Der Tod, die Herrscherin, Gaja 2023. Öl auf Leinwand

So verweist Anita Zumbühl mit ihrer raumgreifenden Installation aus Textilien ausrangierter Jurten darauf, dass die Kraft der Erneuerung in der Vergänglichkeit liegt. Aber auch technische Neuerungen verändern und prägen unser Leben.


Anita Zumbühl, With the rising of the seas and winds we remember all places are temporary, 2023, wiederverwertetes Textil einer Jurte, Färbepigmente, synthetische Textilien, Plastikfolie, Schafwolle, Flechten.

Andrea Ricklin untersucht anhand ihrer Figur «Mia», wie Technik unsere Beziehungen beeinflusst, wenn Algorithmen uns passende Partnerinnen und Partner aussuchen. Und Amanda M. Metzger lässt eine KI anhand ihrer Tagebücher eine zukünftige Biografie entwerfen.


Sara Gassmann, Pointing Memories, 223, Glasierte Keramik

In der interaktiven Soundinstallation von Franziska Bruecker können Besucherinnen und Besucher spielerisch ihren Körper im Raum erleben und als Instrument einsetzen. Gegenüber einer Vielzahl von medialen Werken von Video und Soundarbeiten bis künstlicher Intelligenz und NFT stehen Zeichnungen, in denen viel Ausdauer und Detailarbeit stecken, beispielsweise von Monika Feucht und Heinz Fischer.


Irene Naef, La mano izquierda,2022/2023,Mischtechnik, Öl und Acryl auf Holz

Markéta Jáchimová wiederum fertigt ihre Wandteppiche auf traditionelle Weise aus Textilabfällen, inspiriert von handgeknüpften Teppichen aus 4000 v. Chr. Städte und Porträts von Menschen zeigen die Werke von Stephan Wittmer, Jonas Burckhard und Gschwend & Hossli.

OZ Oderholz, Kreiselheuer Pöttinger, 2023, Stahl 24 Stunden, Reinigung 76 Stunden, Abschliff 45 Stunden, Aufarbeit 38 Stunden, Politur, Saalplatt

Während Wittmer Obdachlose in den Fokus nimmt, präsentiert Jonas Burckhard mit seinen Objekten aus ausrangierten Möbel eine Art Porträt der New Yorker. Johanna Gschwend und Moritz Hossli haben bei einem Atelieraufenthalt ein besonderes Klang-Porträt von Belgrad realisiert.


Bennett Smith, Father and Son, 2022, Inkjet-Druck, transparentes Klebeband

Die Künstlerinnen und Künstler: Franziska Bruecker, Jonas Burkhalter, Liv Burkhard, Davina Andrea Deplazes, Monika Feucht, Heinz Fischer, Andrea Fortmann, Sara Gassmann, Livia Gnos, Johanna Gschwend und Moritz Hossli, Andrea Gwerder, Gregory Tara Hari, Stephanie Hess, Joerg Hurschler, Fabienne Immoos, Markéta Jáchimová, Paul Lussi, Amanda E. Metzger, Irene Naef, Nils Nova, Oz Oderbolz, Andrea Ricklin, Lorenz Olivier Schmid, Bennett Smith, Rebekka Steiger, Verena Voser, Stephan Wittmer, Dominik Zietlow, Anita Zumbühl

Jury: Luigi Archetti, Künstler, Alexandra Blätter, Sammlungskonservatorin Kunstmuseum Luzern, Patricia Bucher, Künstlerin, Franziska Furrer, Künstlerin, Joël Gessler, Kunstvermittler Die Ausstellung kuratiert von Alexandra Blättler dauert bis 4. Februar 2024.
Fotos: Josef Ritler

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