StartseiteMagazinKulturBeni Bischof stellt im Bellpark seine Werke aus

Beni Bischof stellt im Bellpark seine Werke aus

Dass Beni Bischof (*1976, Widnau, SG) «Mausi» zu seinem Komplizen macht, verheisst nichts Gutes für die Verantwortlichen vom Museum. Mit „Mausi im Bellpark“ in Kriens LU verwandelt der Künstler die Ausstellungsfläche in ein eigensinniges Spielfeld zwischen Übertreibung, Ironie und kalkuliertem Chaos.

Er ist nur schwer fassbar. Beni Bischof hinterlässt mit spielerischen und bildstarken Arbeiten auffallend viele Spuren in dem weiten Feld der Kunst, er selbst ist aber kaum greifbar. So bespielt er souverän das Terrain und übt gleichzeitig eine Form der Dissidenz, welche Teil seiner Skepsis gegenüber Ordnungen und Systemen ausmacht.


Abstellkammer

Sein Schaffen ist von einer prozesshaften Vorgehensweise, von tückischem Humor und dem offensichtlichen Hang zum Chaos geprägt. Er bedient sich ungehemmt an der Banalität des Alltags und sucht die Nähe zu Pop und Underground.  Wenn er nun mit seiner Kunst im Bellpark einzieht, dann wird dies Auswirkungen auf den räumlichen Zusammenhang sowie auf das Museum als Institution haben. Dass er «Mausi» zu seinem Komplizen macht, verheisst nichts Gutes für die Verantwortlichen vom Museum.

How to get rid of mice, Acryl auf Leinwand

Den Besuchenden ermöglicht er eine aussergewöhnliche Erfahrung mit dem Haus und ein besonderes Erlebnis im Museum. Bei der Edition Patrick Frey erscheint terminlich abgestimmt Beni Bischofs „Psychobuch 2“, das die wuchernde multimediale Produktion der letzten Jahre zusammenbringt. Beni Bischof hat sich in den letzten Jahren mit witzigen und bildstarken Arbeiten einen Namen gemacht. Das Museum Bellpark  freut sich, mit einem der aktivsten und produktivsten lokalen Künstler eine Plattform undn Experimentierfeld zu bieten.


Camus, Spray, Acryl auf Leinwand

Bischofs Werk ist von intuitiven Gesten, zynischem Humor und offensichtlichem Hang zum Chaos geprägt und bewegt sich überwiegend innerhalb der klassischen Kunstgattungen Malerei, Skulptur und Zeichnung. Inhaltlich lässt sich der junge St. Galler Künstler nicht auf ein Thema reduzieren, trotz eines stark ersichtlichen Interesses an Pop und Underground.


Crisis Management, Acryl auf Leinwand

Es ist nicht erstaunlich, dass Bischof alternative und effiziente Verbreitungsmöglichkeiten für seine Arbeit sucht, wie z.B. mit dem «Laser»-Magazin, das er als eine Art Galerie versteht und rund sechs Mal im Jahr in einer Auflage von 12 bis 80 Exemplaren als fotokopierte Zines publiziert.

Hole, Acryl auf Leinwand

Auch zur Ausstellung erscheint eine Spezial-«Laser»-Ausgabe. Die Dummheit der Menschen, die scheinbare Sinnlosigkeit und Lächerlichkeit unseres Tuns und die Öde des Alltags spielen eine zentrale Rolle in den Arbeiten Bischofs. Durch Kontextverschiebungen und häufig durch das Manipulieren und Verändern von bestehenden Dingen schafft der Künstler einen lebendigen und absurden Kosmos.


Portrait mit Holzpfosten, Oel auf Leinwand

«Dumm schauen und Kekse fressen» ist die erste institutionelle Einzelschau von Beni Bischof. Neben kleineren Werken wird er vor allem installativ und grossflächig arbeiten und damit eine bisher kaum bekannte Seite seines Schaffens zeigen: Ein riesiger, begehbarer Gipshaufen ist zugleich Skulptur und Ausstellungsraum.


Portrait. Acryl auf Leinwand

Beni Bischof hat sich in den letzten Jahren mit witzigen und bildstarken Arbeiten einen Namen gemacht. Sein Werk ist von intuitiven Gesten, zynischem Humor und offensichtlichem Hang zum Chaos geprägt und bewegt sich überwiegend innerhalb der klassischen Kunstgattungen Malerei, Skulptur und Zeichnung.


Surreal Killer, Spray, Acryl auf Leinwand

Inhaltlich lässt sich der junge St. Galler Künstler nicht auf ein Thema reduzieren, trotz eines stark ersichtlichen Interesses an Pop und Underground. Die Dummheit der Menschen, die scheinbare Sinnlosigkeit und Lächerlichkeit unseres Tuns und die Öde des Alltags spielen eine zentrale Rolle in den Arbeiten Bischofs. Durch Kontextverschiebungen und häufig durch das Manipulieren und Verändern von bestehenden Dingen schafft der Künstler einen lebendigen und absurden Kosmos. Die Ausstellung dauert bis 28. Juni 2026.
Fotos: Josef Ritler

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