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Ältere Menschen beschäftigen

Das Zürcher Forum 50plus lädt zur 11. Zürcher Alterskonferenz am Dienstag, 22. September 2015, 14 Uhr ins Volkshaus Zürich ein.

Heute schon wollen, aber auch müssen viele Menschen in der Schweiz über das Renteneintrittsalter (65/64) arbeiten. Sie fühlen sich noch fit, können sich vorstellen, im Erwerbsleben zu verbleiben. Oder sie sind gar gezwungen, die kargen Renten aus AHV und 2. Säule mit einer bezahlten Tätigkeit aufzubessern. Die meisten Arbeitgeber aber setzen auf jüngere Arbeitsnehmende.

Warum aber tun sich die Arbeitgeber so schwer, ältere Menschen zu beschäftigen, weisen diese doch eine lebenslange Berufserfahrung aus. Zu vermuten ist, dass die älteren Menschen den Arbeitgebern schlicht zu teuer sind. Sie argumentieren, dass ältere Arbeitsnehmende beispielsweise im Informatik-Bereich nicht mehr auf der Höhe der technologischen Entwicklung seien, ältere Arbeitsnehmende verharrten zu stark in alten Arbeitsweisen. Die allenfalls notwendige Weiterbildung wollen sie ihnen gar nicht erst gewähren, zu alt. Und ganz zentral: Schon über 50-Jährige haben bis dato Schwierigkeiten, einmal entlassen, wieder eine neue Stelle zu finden.

Offensichtlich ist eines: Nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative, nach der Aufhebung des Mindestkurses zum Euro ist eine neue Situation eingetreten. Schon deshalb muss das brachliegende Arbeitskräftepotential in der Schweiz neu entdeckt werden: die Frauen und die älteren Menschen?

Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat im Mai zu einer Konferenz der Sozialpartner geladen. Er wollte in Erfahrung bringen, wie weit die Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur Frage stehen. Was unternommen werden könnte, um die älteren Menschen im Arbeitsprozess zu halten? Arbeiten über das Rentenalter hinaus: Wunsch oder Notwendigkeit?

Der Zürcher Senioren- und Rentnerverband und mit ihm das ihm angeschlossenen Zürcher Forum 50plus greifen den Ball auf und laden auf den 22. September 2015, 14 Uhr ins Zürcher Volkshaus zur 11. Zürcher Alterskonferenz «Teilhabe der älteren Menschen am Wirtschaftsleben» ein:

Die Referenten sind:

Ernst Stocker, Präsident des Regierungsrates des Kantons Zürich

50plus im Wirtschaftsleben: Chancen für die Zürcher Volkswirtschaft

 

 

Valentin Vogt, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes

Welche Rezepte haben die Arbeitgeber?

 

 

Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB

…und welche die Gewerkschaften?

 

 

Prof. Dr. Monika Bütler, Direktorin des Schweizerischen Instituts für Empirische Wirtschaftsforschung an der Universität St. Gallen

Vorurteile und Fakten zum Arbeitsmarkt für ältere Menschen

 

 

Im Anschluss an die Referate findet unter der Leitung von Anton Schaller eine Podiumsdiskussion unter Einbezug der Teilnehmenden statt. Danach lädt die Zürcher Kantonalbank zu einem Apéro ein.

Sie sind alle eingeladen. Die Teilnahme ist gratis. Anmeldungen an info@zrv.ch oder per Post: ZRV, Forchstrasse 145. 8032 Zürich

Zürich kann handeln

Die Verwaltungen der Stadt und des Kantons Zürich weisen die besten Voraussetzungen auf, damit Menschen über das Renteneintrittsalter berufstätig sein können. Sie können ihre bestehenden Reglemente, ihre Vorsorgeeinrichtungen selbst ändern, anpassen. Sie müssen nicht auf den Bund warten. Sie sind also geradezu prädestiniert, eine Vorreiterrolle in der Schweiz zu übernehmen.

Mit 114‘000 Aktivversicherten und Rentenbeziehenden ist die BVK, die Pensionskasse des Kantons Zürich, die grösste Pensionskasse der Schweiz. Rund 81‘500 Arbeitsnehmende sind durch ihre Arbeitsgebenden bei der BVK versichert. An 32‘500 Personen werden Alters-, Invaliden- oder Hinterbliebenenrenten ausgerichtet. Neben dem Kanton Zürich haben sich 476 politische Gemeinden, Schul- und Kirchgemeinden sowie verschiedene öffentlich-rechtliche Körperschaften und dem Kanton nahestehende Institutionen über einen Vertrag der BVK angeschlossen.

Mit 32‘000 Versicherten und 17‘000 Pensionsberechtigten zählt auch die Pensionskasse der Stadt Zürich zu den führenden Vorsorgeeinrichtungen der Schweiz. Sie verwaltet mehr als CHF 15 Milliarden und zählt zudem zu den am besten kapitalisierten Pensionskassen der Schweiz.

Flyer Programm und Anmeldung 11. Alterskonferenz

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